AVM, Apple, D-Link, Netgear & Co. - Die besten WLAN-Router
Rasant und möglichst kabellos ins Internet: Mit einem aktuellen WLAN-Router ist das kein Problem.
Per WLAN gelangen Sie schnell und kabellos ins Internet. Doch welche Router sind die besten? Von der neuen Fritz Box Fon WLAN 7270 mit DSL-Modem bis zum schicken – und leistungsfähigen – Airport Extreme von Apple. Der Router hat zwar kein DSL-Modem, überzeugt aber mit einer hohen WLAN-Geschwindigkeit.
Welche Arten von WLAN-Routern gibt es?
- WLAN-Router mit DSL-Modem bekommen Sie üblicherweise vom DSL-Anbieter. In solchen Geräten ist meist auch Internettelefonie eingebaut. Denn mit Ausnahme der Telekom sowie einigen regionalen Telefongesellschaften laufen bei den meisten DSL-Anbietern sämtliche Telefonate nur noch übers Internet. Statt in die Anschlussdose an der Wand stecken Sie die Kabel Ihrer Telefone in den Router.
- WLAN-Router ohne DSL-Modem passen, wenn Sie einen Internetzugang über den Kabel-TV-Anschluss nutzen oder – etwa als DSL-Kunde von „Alice“ – schon ein separates DSL-Modem besitzen. Viele teurere WLAN-Router ohne DSL-Modem, etwa der „Airport Extreme“ von Apple, bieten brandneue WLAN-Technik, die Router mit Modem meist erst in späteren Varianten haben.
Welche Grundfunktionen bietet ein WLAN-Router?
- Ein WLAN-Router bringt Ihren PC kabellos ins Internet. Voraussetzung ist ein Internetzugang per DSL oder ein Kabel-TV-Anschluss.
- Der Router verbindet mehrere Computer zu einem Netzwerk. Alle können gleichzeitig ins Internet und untereinander Daten austauschen, zum Beispiel Urlaubsfotos von einem PC zum anderen senden.
- Eine Firewall bietet Basis-Schutz vor Angriffen aus dem Internet. Zudem sollte auf jedem PC eine Software-Firewall installiert sein, etwa von der „Kaspersky Security Suite“.
- Internettelefonie gehört zu vielen DSL-Komplettpaketen ohne Telekom-Anschluss. Dazu stecken Sie Ihre normalen Telefone einfach an einen WLAN-Router mit Internettelefonie. Im COMPUTER BILD-Test mussten die Router zeigen, ob die Klangqualität leidet, wenn der DSL-Anschluss parallel ein Internettelefonat sowie Daten übertragen muss.
Welche Extras bieten WLAN-Router noch?
Manche Geräte haben Anschlüsse für USB-Festplatten oder Drucker. Darüber lassen sich solche Geräte mit mehreren Computern nutzen. Achten Sie darauf, dass der Zugriff auf die Festplatte bei einigen Routern spezielle FTP-Programme erfordert.
Ist WLAN abhörsicher?
Ohne Verschlüsselung – nein. Denn die Funksignale Ihres WLAN-Routers lassen sich auch außerhalb Ihrer Wohnung empfangen. Ganoven können so Daten ausspionieren oder Ihre Internetverbindung für illegale Aktivitäten verwenden. Damit das nicht geschieht, muss Ihr Router die Daten verschlüsseln. Es gibt zwei Verschlüsselungsarten: Den älteren Schutzmechanismus WEP knacken Profis innerhalb von Minuten. Die neuere WPA-Verschlüsselung gilt dagegen bislang als sicher.
Was bedeuten „n-Standard“ und „g-Standard?
„n“ und „g“ stehen für WLAN-Techniken. „g“ ist der bislang am häufigsten verwendete Standard. „n-Draft“ steht für die Entwurfsversion des neuen WLAN-Standards „802.11n“. Dieser wird zwar erst Ende dieses Jahres endgültig verabschiedet, aber als Vorversion ist er bereits in aktuellen WLAN-Geräten im Einsatz. Geräte mit der recht fortgeschrittenen Vorversion 2 („n-Draft 2.0“) lassen sich voraussichtlich mit einer Software-Aktualisierung auf den endgültigen Standard aufrüsten.
Das können Router der neuen Generation
Welche Vorteile hat der WLAN-n-Standard?
- Mehr Tempo: WLAN-Router mit dem älteren g-Standard erreichen selbst auf kurzer Distanz bestenfalls Datenraten von gut 20 Megabit pro Sekunde (Mbps). Router mit dem neuen n-Draft-Standard schaffen dagegen rund 70 Mbps, einige sogar mehr als 100 Mbps. Der Haken: Tempo 100 ist nur drin, wenn kein anderes WLAN-Netz in der Nachbarschaft die Funksignale ausbremst. Aber gerade in Städten lassen sich in einer Wohnung oft drei oder mehr WLAN-Netze empfangen.
- Mehr Reichweite: Hindernisse wie Wände oder Treppenhäuser begrenzen oft die Reichweite von WLAN-Netzwerken im g-Standard. Netze im n-Standard können dagegen gewissermaßen um die Ecke funken: Die Router haben mehrere Antennen und übertragen reflektierte Signale „über Bande“ mehrfach parallel (MIMO-Technik).
Gibt es mit neuen WLAN-Routern weniger Funkstörungen?
Nein. Etliche WLAN-Router mit dem neuen n-Standard erwiesen sich im Test sogar als besonders störanfällig. Dagegen lassen sich die weitverbreiteten Router im g-Standard besonders stark durch Router mit n-Standard in der Nachbarschaft stören. Wer nicht allein in einem frei stehenden Haus mit großem Garten wohnt, kann aber schon beim Kauf und bei der Einrichtung des Netzwerks Störungen vorbeugen:
Kaufen Sie einen Router, der wenig anfällig für Störungen ist.Zeigt Ihr Computer an, dass er gleich mehrere WLAN-Netze in der Nachbarschaft in voller Signalstärke empfangen könnte, kaufen Sie am besten einen Router mit Fünf-Gigahertz-Technik. Ein sogenannter Dual-Band-WLAN-Router beherrscht außer dem üblichen 2,4-Gigahertz- auch den selteneren Fünf-Gigahertz-Frequenzbereich. Im Test ging das allerdings nur mit zwei Geräten: der AVM Fritz Box Fon WLAN 7270 und der Airport-Extreme-Basisstation von Apple.
Wenn Sie Ihren WLAN-Router auf fünf Gigahertz umstellen, sind aus zwei Gründen kaum Störungen zu erwarten: Erstens sind WLAN-Geräte mit fünf Gigahertz in Deutschland noch selten. Zweitens können im Fünf-Gigahertz-Bereich bis zu 23 WLAN-Funknetze ungestört nebeneinander funken – im G-Standard (2,4 Gigahertz) sind es gerade mal drei.
Damit Ihr Computer die Fünf-Gigahertz-Signale versteht, muss die WLAN-Karte im PC oder die im Notebook eingebaute Funktechnik Fünf-Gigahertz-fähig sein – das ist bei neueren Computern häufig der Fall. Ein Hinweis auf der Verpackung verrät, ob die Karte zusätzlich zum n-Standard auch den a-Standard für fünf Gigahertz beherrscht. Zur Nachrüstung von Computern gibt’s etwa von AVM den „Fritz WLAN USB Stick n“, der auf beiden Frequenzen im n-Standard funken kann. Nachteil: Im Fünf-Gigahertz-Modus ist die WLAN-Reichweite in der Regel etwas niedriger als im gängigen 2,4-Gigahertz-Funknetz.
Wie kann ich Funkstörungen vermeiden, ohne einen neuen Router zu kaufen?
In manchen Fällen reicht es schon, die WLAN-Einstellungen zu ändern. Stellen Sie Ihren Router dazu auf einen freien Funkkanal ein. Dieser sollte mindestens fünf Kanäle vom nächsten WLAN entfernt sein. Manche Router – etwa von AVM – wählen zwar automatisch einen freien WLAN-Kanal, allerdings nur dann, wenn das störende WLAN schon beim Einschalten der WLAN-Funktion vorhanden ist. Schaltet der Nachbar sein WLAN aber erst am Abend an, bringt es nichts, wenn Sie per Automatik am Nachmittag nach einem freien Kanal suchen lassen.
Ist WLAN-Strahlung gesundheitsschädlich?Bis heute gibt es keine Beweise, dass WLAN-Strahlung Gesundheitsschäden hervorruft. Zudem ist die maximal erlaubte WLAN-Sendeleistung in Deutschland begrenzt: auf 100 Milliwatt im üblichen 2,4-Gigahertz- und auf 250 Milliwatt im Fünf-Gigahertz-Bereich. Sämtliche getestete WLAN-Router hielten diese Grenzwerte ein. Dennoch strahlt ein WLAN in drei Metern Entfernung vom WLAN-Router etwa doppelt so stark wie die Basisstation eines Schnurlostelefons. Tipp: Viele Router bieten die Möglichkeit, Strahlung und Stromverbrauch zu reduzieren. Etwa dadurch, dass die Automatik WLAN nachts per Zeitsteuerung ausschaltet. Noch einfacher: Bei vielen Geräten lässt sich WLAN per Knopfdruck ausknipsen.
Check: Lohnt sich ein neuer Router?
Prüfen Sie anhand der folgenden Fragen, ob das Gerät noch Ihren Ansprüchen genügt:
- Haben Sie DSL 16000? Dann muss das DSL-Modem im Router für ADSL2+ geeignet sein.
- Wollen Sie den Internetzugang drahtlos über mehrere Etagen und Räume nutzen? Bei schnelleren Zugängen (höher als DSL 6000) sollte Ihr Router WLAN im n-Standard beherrschen.
- Wollen Sie mehrere Computer auch per Kabel anschließen? Dann brauchen Sie einen Router mit mehreren Netzwerkbuchsen.
- Zeigt Ihr Computer in Ihrer Wohnung oft diverse drahtlose Netze aus der Nachbarschaft an? Dann sollten Sie einen Router mit fünf Gigahertz (GHz) verwenden.
- Beherrscht der alte Router die WPA-Verschlüsselung? Falls nicht, rüsten Sie diese nach oder kaufen einen neuen Router.
- Wollen Sie für Internettelefonie Ihre alten Telefone nutzen? Dann prüfen Sie, ob Sie diese an den Router anschließen können.
- Wollen Sie einen Drucker oder eine externe USB-Festplatte mit mehreren PCs verwenden? Wählen Sie einen Router mit der entsprechenden USB-Buchse.
Quelle: Computerbild