Archive for the ‘Drucker’ Category

Samsung: Farbmultifunktionsgeräte mit hoher Geschwindigkeit

Montag, Juni 30th, 2008

CLX-Serie erreicht bis zu 24 Seiten pro Minute in Farbe und Schwarz-Weiß

Samsung hat neue Farblaser-Multifunktionssysteme vorgestellt, die für Büroumgebungen konzipiert wurden und mit hohen Druckleistungen aufwarten. Die Geräte der CLX-6200-Serie können drucken, scannen und kopieren, während die Modelle CLX-6210FX und CLX-6240FX auch eine Faxfunktion besitzen.
Die Druckgeschwindigkeit reicht von 20 Seiten in Farbe und Schwarz-Weiß beim CLX-6200ND und CLX-6210FX bis hin zu 24 Seiten pro Minute beim CLX-6240FX. Die Auflösung liegt bei 1.200 x 1.200 dpi. Der Flachbettscanner arbeitet mit 600 x 1.200 dpi. Der Arbeitsspeicher ist 128 MByte (256 MByte beim CLX-6240FX) groß und kann auf 384 MByte beziehungsweise 768 MByte ausgebaut werden. Optional ist für alle Geräte eine 80 GByte große Festplatte erhältlich. Im CLX-6240FX ist diese werkseitig eingebaut.

Das Standardpapiermagazin der Geräte fasst zwar nur 250 Blatt und die Mehrzweckpapierzuführung kann mit bis zu 100 Blatt bestückt werden. Durch ein zweites Magazin lässt sich das Volumen um weitere 500 Blatt erhöhen.

Die Toner sind in zwei Ausführungen erhältlich. Die Reichweite des Farbtoners wird bei den Standardkartuschen mit je 2.000 Seiten und die Reichweite des schwarzen Toners für 2.500 Seiten spezifiziert. Die zweite Kartuschengröße reicht für bis zu 5.000 Farb- und 5.500 Schwarz-Weiß-Seiten aus.

Die Multifunktionsgeräte sind mit einem Duplex-Vorlageneinzug zum Kopieren und Scannen doppelseitiger Dokumente ausgerüstet. Eine zusätzliche USB-Schnittstelle dient der Anbindung von externen Datenträgern, auf denen die eingescannten Dokumente abgelegt werden können. Die Schnittstellen umfassen USB 2.0, Fast-Ethernet und optional WLAN.

Die CLX-6200-Serie umfasst drei Modellvarianten. Das CLX-6200ND ist zu einem Preis von rund 860 Euro und das CLX-6210FX zu einem Preis von 1.010 Euro ab sofort im Fachhandel erhältlich. Das CLX-6240FX wird voraussichtlich Ende Juli 2008 verfügbar sein. Der Preis steht derzeit noch nicht fest.

Teure Tintenpatronen - private Ausdrucke ins Büro verlagert

Freitag, November 30th, 2007

Verbraucher finden Druckkosten weiterhin zu hoch

Neun von zehn deutschen Konsumenten finden die Kosten für Druckertinte viel zu hoch, so das Ergebnis einer Umfrage von TNS Emnid. Das überrascht zwar nicht, doch es hat Folgen: 15 Prozent der Befragten gaben zu, den Drucker im Büro für Privatzwecke zu verwenden, weil das Drucken damit den eigenen Geldbeutel schont.

Glaubt man dem Marktforschungsunternehmen Gartner, so wurden in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) im ersten Halbjahr 2007 etwa 23,4 Millionen Drucker und Multifunktionsgeräte verkauft. Für das gesamte Jahr sollen 54 Millionen Exemplare über die Ladentheke gehen. Doch obwohl die Haushalte bestens ausgestattet sind, druckt laut Umfrage die Hälfte der Befragten zu Hause nur sehr sparsam. Dabei gibt es kaum einen Unterschied zwischen Männern und Frauen: Beide drucken lieber beim Arbeitgeber. Männer sind dabei druckfreudiger als Frauen: Während 70 Prozent der Befragten Informationen aus dem Internet auf Papier festhalten, sind es bei Frauen nur 60 Prozent.

Neben Texten und Informationen werden auch Fotos auf Papier gebannt: Ein Viertel der Männer und etwa ein Fünftel der Frauen (17 Prozent) senden hierzu schon mal einen Druckauftrag in der Firma los. Zuhause nutzen etwas mehr als die Hälfte der Männer (56 Prozent) und etwas weniger als jede zweite Frau (47 Prozent) die Möglichkeit, ihre Digitalfotos auszudrucken. Dies ergab eine Untersuchung von TNS Emnid unter 1.000 Deutschen im Alter von 18 bis 65 Jahren mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren im Haushalt.

Ein Blick in andere europäische Länder zeigt: Auch in England und Frankreich finden mehr als 70 Prozent der Verbraucher, dass die Tintenkosten viel zu hoch sind. Bei den französischen Konsumenten verwendet ebenfalls mehr als ein Drittel den Heimdrucker nur, wenn es unbedingt notwendig ist. In England sind es sogar 39 Prozent. Bei den Fotodrucken wird ebenfalls gespart: 36 Prozent der Deutschen und Franzosen erstellen nur von den besten Fotos Papierabzüge, um nicht unnötig Geld für Tinte und Toner zu verschwenden. Bei den Briten sind es 32 Prozent. 15 Prozent der Deutschen, 15 Prozent der Franzosen sowie 12 Prozent der Briten nutzen lieber ihren beruflichen Arbeitsplatz für digitale Bilderdrucke.

Sparringsrunde im Kampf um Urheberabgaben auf Drucker

Dienstag, November 13th, 2007

BGH beschäftigt sich im Dezember mit dem Thema

Drucker dürfen nicht mit hohen Pauschal-Abgaben für Urheberrechte belegt werden, entschied jetzt das Oberlandesgericht Düsseldorf in einem Prozess der VG Wort gegen Canon. Die Richter hatten bereits im Januar in einem Verfahren gegen Epson, Kyocera Mita und Xerox ähnlich entschieden. Die VG Wort zeigt sich unbeeindruckt und verweist auf die anstehende Entscheidung des Bundesgerichtshofs in der Sache, damit sei die “OLG-Entscheidung vielleicht schon in einem Monat Makulatur”.

Die VG Wort, die unter anderem Abgaben auf Kopierer und Scanner erhebt, will auch Drucker mit Abgaben belegen. Dagegen wehren sich die Druckerhersteller, will die VG Wort doch zwischen 10,- und 300,- Euro pro Drucker, je nach Leistung, um das Geld an Autoren auszuschütten. Daher hat die VG Wort mehrere Drucker-Hersteller verklagt, solche Abgaben rückwirkend ab 2001 zu zahlen. Diese wehren sich und argumentieren: “Niemand nutzt einen Drucker in erster Linie, um am PC geschützte Inhalte zu kopieren”.

Während der Verband Bitkom, in dem die Druckerhersteller organisiert sind, sich über die Entscheidung des OLG Düsseldorf erfreut zeigt gibt sich die VG Wort unbeeindruckt, das Urteil sei ohne Relevanz, da sich der Bundesgerichtshof im Rahmen einer Musterklage schon im kommenden Monat mit der Thematik befassen werden: “Es war zu erwarten, dass derselbe Senat des Düsseldorfer OLG, der bereits im Januar das Verfahren um eine Vergütungspflicht von Druckern zugunsten der Industrievertreter Epson, Kyocera, Mita und Xerox entschieden hat, nun konsequenterweise auch dem beklagten Unternehmen Canon Recht gibt”, so VG-Wort-Vorstand Professor Dr. Ferdinand Melichar.

Bereits am 6. Dezember 2007 wird sich der BGH in einer Sitzung mit der Vergütungspflicht von Druckern beschäftigen, ein weiterer Termin zur Vergütungspflicht von Multifunktionsgeräten ist für den 30. Januar 2008 angesetzt.

Höchst ärgerlich sei, “dass die Verwertungsgesellschaften gezwungen sind, solche ebenso teuren wie überflüssigen Parallelprozesse zu führen, nur weil sich manche Importeure wider jede ökonomische Vernunft weigern, auf die Einrede der Verjährung zu verzichten. Wir müssen solche Klagen führen, da unser Anspruch im Falle einer für uns positiven BGH-Entscheidung zu diesem Zeitpunkt sonst bereits verjährt wäre”, so Melichar.

Drucker werden nach Ansicht der VG Wort insbesondere in Verbindung mit dem Internet in erheblichem Umfang zur Vervielfältigung urheberrechtlich geschützter Werke genutzt, weshalb die gesetzlich vorgeschriebene Vergütungsregelung auf diese Geräte anzuwenden sei. Dabei verweist die VG Wort unter anderem auf eine Studie der Druckerindustrie, die im Rahmen eines Verfahrens vor dem Landgericht Düsseldorf im Jahr 2005 vorgelegt wurde. Demnach seien 7,9 Prozent der Druckvorgänge als urheberrechtlich relevant einzustufen. “Der Prozentsatz fällt in Wahrheit noch um einiges höher aus, weil die Untersuchung gewisse Druckernutzungen, die ebenfalls von urheberrechtlicher Relevanz sind, außen vor lässt”, zitiert die VG Wort aus einer Urteilsbegründung LG Düsseldorf vom 25. Januar 2006).

30.04.2002 Gericht bestätigt Urheberrechtsabgaben auf Drucker.

30.04.2002 Drucker-Industrie und Handel gegen Urheberrechtsabgaben

18.01.2006 Studie soll Urheberrechtsabgabe auf Drucker abwenden

24.01.2007 Richter lehnen Urheberrechtsabgaben auf Drucker ab