Archive for the ‘Grafikkarten’ Category

GTX-280 braucht angeblich über 200 Watt, kostet 600 Dollar

Dienstag, Mai 27th, 2008

Nvidias neue High-End-Karte als Energiemonster

Unbestätigten Angaben zufolge sollen die im Juni 2008 erwarteten Grafikkarten der GT-200-Generation von Nvidia neue Negativrekorde im Energiebedarf bei Spielekarten setzen. Bis zu 236 Watt soll die GTX-280 aus dem Netzteil ziehen, gefordert ist dafür ein Wandler mit 6- und 8-Pin-Anschlüssen.
In der vergangenen Woche hielt Nvidia seinen jährlichen “Editors Day” für geladene Journalisten in San Jose ab. Charlie Demerjian vom Inquirer war nicht dabei, steht folglich nicht unter dem Bann einer Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) und kann freimütig über die Präsentationen der Veranstaltung berichten, die ihm offenbar vorliegen.

Nachdem die zugrundeliegende Architektur des GT-200 bereits bekannt ist, interessieren wenige Wochen vor dem Marktstart vor allem Taktfrequenzen, Energiebedarf und Preise. Und bei all dem scheint Nvidia neue Negativrekorde zu setzen. Der Takt der gesamten GPU soll beim GTX-280 dem Inquirer zufolge bei 602 MHz liegen, die Stream-Prozessoren sind mit 1.296 MHz mehr als doppelt so schnell getaktet. Diese asynchronen Frequenzen hatte Nvidia schon bei der G80-Generation eingeführt. Der GDDR3-Speicher von bis zu 1 GByte soll mit physikalisch 1.107 MHz laufen, was 2.214 MHz per DDR-Verfahren entspricht.

Obwohl die Taktfrequenzen bis auf den Speicher noch unter denen einer GeForce 8800 Ultra liegen, deren GPU mit 90 Nanometern Strukturbreite gefertigt wird, soll die 65-Nanometer-GPU der GTX-280 dennoch deutlich stromhungriger sein. Bis zu 236 Watt sind gefordert. Um diese Leistung bereitzustellen, soll die Karte über einen 6- und einen 8-Pin-Anschluss für PCI-Express-Stromversorgungen verfügen. Ob diese Anschlüsse, die auch AMD bei der 2900 XT verwendete, zwingend beide belegt sein müssen, ist noch nicht bekannt. Die mit 215 Watt angegebene Radeon 2900 XT kam noch mit zwei 6-Pin-Anschlüssen aus, einen davon konnte man auch mit einem 8-Pin-Stecker füttern, was laut AMD aber nur für massive Übertaktungen nötig war.

Grund für diese vergleichsweise geringen Takte bei gleichzeitigem enormen Energiebedarf ist laut dem Inquirer das Die von über 550 Quadratmillimetern Fläche, das durch die 240 Stream-Prozessoren (SPU) zustande kommt. Die kleinere Variante der GT-200-Generation, GTX-260, kommt noch auf 192 SPUs bei geringeren Takten von 576, 999 und 896 MHz für GPU, SPUs und Speicher. Dafür benötigt sie aber immer noch 182 Watt.

Kosten soll die GTX-280 laut den inoffiziellen Angaben über 600 US-Dollar, und auch für den kleinen Bruder GTX-260 werden noch 449,- US-Dollar aufgerufen. So sich diese von Nvidia öffentlich noch nicht bestätigten Daten bewahrheiten, wird der Kampf mit AMD besonders spannend, denn deren nach Papierform kaum langsamere Karte Radeon HD 4870 soll deutlich unter 300 US-Dollar kosten. (nie)

Radeon HD 3800: AMDs R600-Karten endlich richtig sparsam

Freitag, November 23rd, 2007

Auch High-End-Grafikkarten von AMD nun mit akzeptablem Stromverbrauch

Die lange erwarteten Grafikprozessoren mit dem Codenamen “RV670″ werden nun von AMDs OEM-Kunden als “ATI Radeon 3800″ auf neuen Grafikkarten ausgeliefert. Die GPUs mit einer auf 55 Nanometer geschrumpften Strukturbreite sind nun deutlich sparsamer, teilweise sogar etwas schneller als der Radeon HD 2900 XT und vor allem deutlich billiger zu haben. [Gesamten Bericht lesen]

AMD verspricht Leistungsexplosion durch neuen Grafiktreiber

Freitag, Oktober 12th, 2007

Catalyst 7.10 für AMD- und ATI-Karten soll bis zu 70 Prozent schneller sein

Wie in jedem Monat hat AMD für die ATI-Chips einen neuen Grafiktreiber erstellt - und diesmal soll es weniger kosmetische Korrekturen, dafür aber massive Leistungssteigerungen geben. Nicht nur in den seltenen CrossFire-Konfigurationen mit zwei Grafikkarten verspricht AMD mehr Bilder pro Sekunde, auch die bereits verfügbaren DirectX-10-Titel sollen mit nur einer Karte deutlich schneller laufen.

Offenbar hat AMD nun seine Treiber für die HD-2000-Serie der Radeon-GPUs endlich richtig im Griff. So soll mit dem Catalyst 7.10 der aktuelle Leistungsfresser Bioshock im DirectX-10-Modus bis zu 70 Prozent schneller laufen - allerdings nur, wenn zwei Karten im CrossFire-Modus im System stecken. Ebenfalls nur mit CrossFire sollen sich bis zu 23 Prozent höhere Bildraten mit Battlefield 2142 erzielen lassen und der AMD-Vorzeigetitel “Call of Juarez” soll - auch mit DX10 - mit CrossFire 42 Prozent schneller laufen. Hier gibt AMD aber auch mit einer einzelnen Karte der 2000er-Serie 31 Prozent mehr Bilder pro Sekunde an.

Immerhin noch 20 bis 30 Prozent mehr Tempo gibt es mit Titeln wie Supreme Commander und World in Conflict, wobei auch die Leistung mit einzelnen Karten und unter DirectX-9 gesteigert worden sein soll. Die einzelnen Daten sind den Release Notes zum neuen Treiber zu entnehmen.

Für die Mittelklasse-Karten der Serien 2600 und 2400 hat AMD nun auch das Zusammenschalten per Software via CrossFire freigeschaltet. Bisher ließen sich diese Karten nur über eine Steckbrücke verbinden, oder mit einem gehackten Treiber. Das ist nun laut AMD nicht mehr nötig. Frei kombinieren lassen sich die Karten aber nicht, es müssen zwei Modelle der Serie 2600 oder 2400 sein. Eine 2400 und eine 2600 zu koppeln, klappt auch mit dem neuen Treiber nicht.

Besitzer der vorherigen Generation, also der X1000-Serie, erhalten mit dem Catalyst 7.10 die Funktion des “adaptiven Anti-Aliasing”. Dabei werden transparente Texturen gesondert behandelt, so dass etwa Zäune in einem Spiel oder durchsichtige Konstrukte wie Stahlgitter-Geflechte oder einfach gestaltete Pflanzen besser aussehen und an den Rändern nicht ausfransen. In manchen bisherigen Treiberversionen ließ sich diese Funktion zwar einschalten, brachte jedoch keinen sichtbaren oder per Benchmark messbaren Effekt.

Eine neue Version der Linux-Treiber liegt noch nicht vor, AMD will sie aber im Laufe des Oktobers 2007 nachreichen. Der Catalyst 7.10 für Windows XP und Vista kann auf den Treiber-Seiten von AMD heruntergeladen werden.

Asus mit sechs X38-Mainboards und neuer Stromspartechnik

Freitag, September 28th, 2007

Neue Mainboards mit Intels High-End-Chipsatz

Eines hat Asus bereits angekündigt, fünf weitere finden sich bei Online-Versendern: Offenbar steht eine wahre Flut an X38-Mainboards bevor. Laut Intel findet der Marktstart zwar erst im Oktober 2007 statt, schon jetzt sind jedoch die Eckdaten der neuen Asus-Boards bekannt.

Der Chipsatz X38 aus Intels 3er-Serie wird mit Spannung erwartet, bringt er doch eine ganze Anzahl Neuerungen mit. So ist er der erste Chipsatz überhaupt mit Unterstützung für PCI-Express-2.0 und zudem Intels erster Mainboard-Unterbau, bei dem für zwei x16-Slots für Grafikkarten auch jeweils 16 PCIe-Lanes zur Verfügung stehen. Per CrossFire verbundene ATI-Karten oder - mit gehacktem Treiber - SLI-Konfigurationen mit Nvidia-Beschleunigern können so ihre volle theoretische Bandbreite ausschöpfen.

Als Nachfolger des schon recht betagten 975X ist der X38 vor allem für Technik-Fans, Spieler und Übertakter gedacht. Wie Intel bereits auf der Games Convention 2007 vorführte, werden X38-Boards mit dem “Extreme Tuning Utility” besonders einfach unter Windows zu übertakten sein. Kündigte Intel dort noch “30 bis 60 Tage” als Termin für die Markteinführung an, so war am Rande des IDF in der vergangenen Woche in San Francisco zu erfahren, dass der X38 am 10. Oktober 2007 endlich erscheinen soll.

Die Mainboard-Hersteller scheint dieser mehrfach verschobene Termin ein wenig zu verstimmen, sind doch die Boards schon lange fertig entwickelt. Und so preschte bereits Ende August 2007 Gigabyte voran und kündigte sein “GA-X38-DQ6″ mit Unterstützung für FSB1600 an. Dass Intel Extreme-Prozessoren mit einem nochmals beschleunigten FSB plant, ist seit der Vorführung des Skull-Trail-Systems auf dem IDF klar: Auch dort kamen Penryn-Prozessoren mit derart hohem FSB-Takt zum Einsatz.

Asus möchte ob all der Vorankündigungen offenbar auch nicht länger warten und hat zumindest selbst sein Mainboard “P5E3 Deluxe WiFi-AP” angekündigt. Es ist beim Versender Alternate zwar noch nicht als lieferbar gekennzeichnet, hat aber dort schon einen vorläufigen Preis von knapp 300,- Euro. Diese sehr hohe Forderung für ein Mainboard erklärt sich durch die üppige Ausstattung: Ein Rechner auf Basis des P5E3 kann als Access Point für ein WLAN nach 802.11n Draft dienen. Zudem ist das Board mit einer von Asus “Energy Processing Unit” (EPU) genannten Schaltung ausgestattet, welche die Stromversorgung für den Prozessor mit acht Phasen bei geringen Lasten um einige Phasen reduzieren kann.

Mit genauen Angaben zu der Funktion der EPU hält sich Asus noch zurück, verspricht aber, dass sich Energieeinsparungen für den Prozessor von fast 60 Prozent damit realisieren lassen. Das dürfte jedoch nur für Zeiten geringer Rechenlast gelten, also beispielsweise nicht beim Spielen. Die EPU soll stets in Echtzeit den exakten Bedarf an Spannung und Stromstärke des Prozessors überwachen und eine Effizienz von 95 Prozent bei der Spannungswandlung erreichen.

Zusätzlich verfügt das P5E noch über ein in einem Flash-Baustein untergebrachtes Linux namens “Express Gate”, das beim Booten statt der Festplatte für den Systemstart ausgewählt werden kann. Damit lassen sich dann innerhalb von 5 Sekunden, so Asus, Webanwendungen wie ein Browser oder Skype aufrufen. Das ist besonders praktisch, wenn etwa ein verbasteltes System mittels eines Treibers aus dem Netz wieder flottgemacht werden soll und kein zweiter Rechner zur Hand ist. Auch der Rest der Ausstattung entspricht dem High-End-Anspruch: Die Kühlung des Chipsatzes ist über eine rund um den Prozessor-Sockel geführte Heatpipe realisiert, als Speicher kommt nur DDR3 in Frage. Die teuren Module lassen sich laut Asus auf bis zu effektiv 1.800 MHz übertakten, einige Anbieter wie Kingston oder OCZ liefern bereits DDR3-DIMMs aus, die weit mehr als die bisher von der JEDEC spezifizierten effektiv 1.333 MHz vertragen sollen. Nicht nur zwei, sondern gleich drei x16-Slots sind auf dem neuen Asus-Board vorhanden.

Neben diesem Modell will der taiwanische Hersteller aber nach der aktuellen Produktliste bei Alternate zu urteilen noch fünf weitere x86-Boards auf den Markt bringen. Das P5E3 Deluxe WiFi-AP ist dabei das teuerste und nach den Alternate-Daten am besten ausgestattete. Immer noch rund 200,- Euro teuer ist das P5E ohne weitere Namenszusätze, es kann nur mit DDR2 umgehen. Die anderen Boards unterscheiden sich vor allem in der Zahl der x16-Slots, bei den RAID-Funktionen und der Zahl der Ports für Gigabit-Ethernet. Bei den teureren Modellen sind gleich zwei dieser Netzwerkschnittstellen geboten.