Archive for the ‘Hardware’ Category

DNS-Changer: Der Schnellcheck für Ihren PC

Mittwoch, Januar 11th, 2012

Trojaner-Alarm vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Jeder sollte unbedingt prüfen, ob der Trojaner “DNS-Changer” seinen Computer manipuliert hat. Der Check ist kinderleicht.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat Internetnutzern die Prüfung ihrer Rechner auf eine Schadsoftware namens “DNS-Changer” empfohlen. Hackern sei es gelungen, Netzwerkeinstellungen bei Windows- und Mac-Systemen zu manipulieren, teilte das Bundesamt mit.

.Über die gemeinsam vom BSI, dem Bundeskriminalamt und der Deutschen Telekom betriebene Internetseite www.dns-ok.de könnten Rechner nun getestet werden. Bei einer Infizierung mit dem Trojaner erscheinen auf der Seite eine Warnmeldung sowie Empfehlungen, wie der Trojaner entfernt und die korrekten Systemeinstellungen wieder hergestellt werden können.

Das Domain Name System (DNS) gehört zu den Grundpfeilern des Internet. Es wandelt eine gut lesbare Adresse wie www.stern.de in die für die Kommunikation zwischen Computern im Netzwerk benötigte IP-Adresse um. Im Fall von stern.de ist das 194.12.192.65. Normalerweise werden DNS-Server von Internanbietern betrieben, auf die ihre Kunden beim Surfen automatisch zugreifen.

Umleitung auf böse DNS-Server

Die Schadsoftware DNS Changer verändert die PC-Einstellungen so, dass auf DNS-Server zugegriffen wird, die von Kriminellen aufgebaut wurden. Die US-Bundespolizei FBI hatte im vergangenen November bei einer Razzia gegen Computerkriminelle in New York mehr als hundert Server beschlagnahmt, über die ein sogenanntes Botnet von manipulierten PCs in aller Welt gesteuert wurde. Auch Computer in Deutschland waren betroffen.

Wenn der Rechner also mit der Software befallen ist, könne der Browser Internetnutzer beim Besuch häufig genutzter Seiten auf manipulierte Websites umleiten, erklärt das BSI. Dort fänden etwa die Verbreitung angeblicher Antivirensoftware und illegaler Verkauf von Medikamenten statt. Zudem sei es den Hackern gelungen, manipulierte Werbeeinblendungen an infizierte Rechner zu senden, Suchergebnisse zu manipulieren und weitere Schadsoftware nachzuladen.

Damit nicht auf einen Schlag Millionen Rechner in aller Welt ausfallen, richteten die US-Behörden nach der Festnahme der Computerkriminellen zwar ungefährliche Ersatzserver ein. Die Schadsoftware auf den Computern der Nutzer blieb aber - und wenn die provisorischen Server jetzt im März wegfallen, wird der Internetverkehr von den infizierten Rechnern ins Leere gehen. Aus Deutschland greifen nach Angaben des FBI derzeit bis zu 33.000 Computer täglich auf die Server zu.

Hier kommen Sie zum Schnelltest: www.dns-ok.de

WLAN: Sicherheitslücke in WPS-fähigen Routern entdeckt

Mittwoch, Januar 11th, 2012

In dem speziell für die Einrichtung von WLAN-Routern gedachten System WPS verbirgt sich ein Fehler, mit dem die Verschlüsselung des Routers ausgespäht werden kann.

Mit WPS (Wi-Fi Protected Setup) wollten unterschiedliche Hersteller von Routern den Aufbau eines WLAN-Netztes in den eigenen vier Wänden erleichtern. Der Student Stefan Viehböck ist nun jedoch auf eine Sicherheitslücke gestoßen, mit der die Verschlüsselung zahlreicher Geräte geknackt werden kann. Ein gezielter Bruteforce-Angriff sei dadurch jederzeit möglich, weil viele Hersteller ihre Router mit einem standardmäßig aktivierten WPS ausliefern würden.

Innerhalb eines Zeitraums von 90 Minuten und 10 Stunden könnten viele Router geknackt werden. Die benötigte Zeit würde primär von der Reaktionszeit des jeweiligen Geräts abhängen, da viele Router nicht gegen derartige Angriffe geschützt wären, könnten sich Hacker bei ihren Attacken sogar meist Zeit lassen.

Als vorübergehende Lösung empfiehlt Viehböck, WPS im Router zu deaktivieren und auf eine Verschlüsselung nach dem WPA-/WPA2-SPK-Standard zu setzen. Auch Hersteller AVM hat bereits reagiert und darauf hingewiesen, dass die in Deutschland sehr verbreitete Fritzbox nicht von diesem Problem betroffen sei. WPS ließe sich bei diesen Geräten nur temporär aktivieren. Ein Angriff innerhalb dieser zwei Minuten sei extrem unwahrscheinlich.

 

WPS bei FRITZ!Box sicher

In den Medien wird aktuell über eine Sicherheitslücke bei WPS berichtet. Die Modelle der FRITZ!Box-Familie sind von der berichtetem Lücke nicht betroffen, da WPS bei der FRITZ!Box nicht dauerhaft aktiviert ist.

 

WPS nur während des Verbindungsaufbaus aktiv

Der WLAN-Taster der FRITZ!Box wird für cirka sechs Sekunden gedrückt. So wird die sichere WLAN-Verbindung hergestellt.

Für den Verbindungsaufbau zu einem anderen WLAN-Gerät muss WPS (Wi-Fi Protected Setup) bei der FRITZ!Box durch den Anwender vorübergehend aktiviert werden. Dies ist entweder über die WLAN-Taste auf der Oberseite der FRITZ!Box oder die Benutzeroberfläche möglich. Anschließend kann innerhalb von zwei Minuten eine sichere drahtlose Verbindung aufgebaut werden.

 

WPS automatisch wieder deaktiviert

Nach einem erfolgreichen Verbindungsaufbau oder nach Ablauf dieser zwei Minuten wird WPS bei der FRITZ!Box wieder automatisch deaktiviert. Versuchen mehrere Geräte gleichzeitig, eine WPS-Verbindung aufzubauen, wird WPS sofort deaktiviert. Damit ist ein unberechtigter Zugriff von außen auf die FRITZ!Box nicht möglich.

 

WPS vereinfacht den Aufbau einer sicheren WLAN-Verbindung

WPS, der von der Wi-Fi Alliance entwickelte Standard, dient dem einfachen Aufbau eines verschlüsselten drahtlosen Heimnetzwerks. Das Hinzufügen neuer Geräte zu einem bestehenden WLAN wird dadurch deutlich vereinfacht. Dem Anwender wird dabei das oftmals aufwändige Eingeben eines komplexen Verschlüsselungscodes abgenommen.

Neue Zuspitzung im Rechtsstreit zwischen Intel und AMD

Samstag, Oktober 17th, 2009

Gegenseitige Vorwürfe wegen Zurückhaltung von Beweisen
Intel und AMD bezichtigen sich gegenseitig, im laufenden Wettbewerbsstreit Beweise zurückzuhalten. Beide Seiten legten ähnliche Anschuldigungen bei einem US-Gericht vor.

Intel und AMD haben sich gegenseitig beschuldigt, in dem seit Jahren laufenden Wettbewerbsverfahren Beweise zurückzuhalten. “AMD hat falsche Angaben über sein Vorgehen gemacht und versucht, Fehler vor dem Gericht und vor Intel zu verbergen”, heißt es in der Stellungnahme des weltgrößten Prozessorherstellers.

AMD legte am selben Tag ebenfalls eine Eingabe beim Bezirksgericht in Delaware vor, in der die Vorwürfe des Gegners als “haltlos zurückgewiesen wurden. Intel selbst habe Beweise nicht vorgelegt und lasse fortgesetzt Dateien verschwinden, die für das Verfahren wichtig seien.

Im Oktober 2000 hatte AMD bei der EU Beschwerde gegen Intel eingereicht, weil der Konkurrent seine marktbeherrschende Stellung bei PC-Prozessoren illegal ausnutze, um seine Marktstellung zu sichern und auf andere Geschäftsbereiche auszuweiten. Anfang 2007 empfahl die EU ein förmliches Wettbewerbsverfahren. Im Juli 2007 legte die EU ihre Vorwürfe dar: Intel habe versucht, AMD aus dem Markt zu drängen. Intel antwortete mit der Bitte um Fristverlängerungen, die EU ließ Büros von Intel in München durchsuchen. Im Juli 2008 wurden die Vorwürfe von der EU ausgeweitet.

Intel soll laut EU Serverprozessoren unter den Herstellungskosten verkauft und Serverhersteller dafür bezahlt haben, den Verkaufsstart von AMD-Produkten zu verschieben. Später behauptete die EU, Intel habe einer großen Handelskette überproportionale Rabatte gewährt, damit diese ausschließlich PCs mit Intel-Prozessoren verkaufte. Intel widersprach dieser Darstellung und forderte die Wettbewerbshüter auf, beide Anschuldigungen zurückzunehmen und die gesamten Anwaltskosten zu übernehmen.

Bestätigte Benchmarks von Core i5 “Clarkdale” in 32 nm

Montag, September 28th, 2009

Zwei Westmere-Kerne sollen Core 2 Quad schlagen

Zum Abschluss des Intel Developer Forum hat der Chiphersteller traditionsgemäß Benchmarks seiner nächsten Produktgeneration vorgelegt. Die CPUs “Clarkdale” (Desktop) und “Arrandale” (Notebook) sind deutlich schneller als die Core-2-Prozessoren. Auch die Grafikkerne, die im Chipgehäuse sitzen, wurden deutlich verbessert.

Gerade erst hat Intel mit dem Core i5/i7 mit Lynnfield-Kern die Nehalem-Architektur reif für den Massenmarkt gemacht und mit dem ersten Core i7 für Notebooks die ersten mobilen Prozessoren der Reihe vorgestellt, da steht deren Nachfolger schon in den Startlöchern. Im Falle der mobilen Core i7 (Clarkfield) ist das auch fällig, denn die CPUs mit 45 bis 55 Watt eignen sich nur für Desktop-Replacements und mobile Workstations oder Gamingnotebooks.

Erst mit 32-Nanometer-Technik, in der Clarkdale und Arrandale hergestellt werden, sollen die Prozessoren so günstig und stromsparend werden, dass sie in Businessdesktops und leichte Notebooks passen. Beide Designs gehören zur Familie “Westmere”, unter der Intel alle 32-Nanometer-Prozessoren führt.

Die schnelle Abfolge der Neuvorstellungen erklärt Intel mit der Tatsache, dass der 32-Nanometer-Prozess schneller serienreif war als geplant. Tatsächlich dürften aber eher die Verschiebungen von Clarkfield und Lynnfield wegen der Wirtschaftskrise verantwortlich sein.

Die Unterscheidung der vielen Codenamen ist nun, nachdem die Daten bestätigt wurden, auch ohne den in der Bildergalerie wiedergegebenen “Westmere Decoder Ring” etwas einfacher geworden. Die “‘Dales”, wie Intel die beiden neuen CPUs nennt, sind 32-Nanometer-Kerne, denen ein Grafikchip mit Speichercontroller in 45 Nanometern ins Gehäuse gepackt wurde. Die “‘Fields” sind 45-Nanometer-Prozessoren mit integriertem Speichercontroller.

Der Hauptgrund für die Integration der Grafik ins “Package”, nicht aber in das Die der CPU selbst ist die Senkung der Gesamtkosten für die Plattform. Wie schon beim Corei5/i7 mit Lynnfield-Kern reicht neben dem Prozessorsockel nur noch ein Chip auf dem Mainboard, denn die Chipsätze der 5er Serie bestehen nur noch aus einem Baustein.

Folglich zeigte Intel in San Francisco auch ein Mini-ITX-Board für die neue Desktopplattform “Kings Creek”. Darauf haben ein Clarkdale und der Chipsatz, zwei DDR3-Slots und sogar noch ein x16-Slot für Grafikkarten Platz. Diesen Slot kann ein PC-Hersteller aber auch durch eine Riser-Card in mehrere PCIe-Steckplätze aufteilen, um beispielsweise in einem Media-Center-PC mehrere Tunerkarten unterzubringen.

Die Medienwiedergabe ist auch einer der Punkte, die Intel bei den Dales und ihren Chipsätzen stark verbessert hat. Die Bausteine können nun zwei HD-Streams decodieren und auch ohne zusätzliche Soundkarte unkomprimierte Tonformate wie Dolby TrueHD über HDMI wiedergeben.

Die Leistungsaufnahme ist ebenfalls recht gering. Intel zeigte eine Testplattform mit dem Clarkdale-Prozessor, die mit dem Desktop von Windows Vista nur um 25 Watt aufnahm. Das im Foto zu sehende andere Messgerät hängt an einem 22-Zoll-Monitor, der rund 40 Watt brauchte. Unter Last kam der Clarkdale-PC aber auf knapp 60 Watt.

Zwei Kerne schneller als vier

Clarkdale und Arrandale sollen den Core-2-Prozessoren langfristig den Garaus machen, auch wenn die Core 2 Duo und Core 2 Quad noch lange angeboten werden dürften. Die Benchmarks, die Intel nur in normierter Form und nicht in absoluten Zahlen vorlegte, legen eine deutliche Überlegenheit der Westmere-Architektur gegenüber Core 2 nahe. Wie groß dabei der Einfluss von Hyperthreading und Turbo-Boost ist, lässt sich noch nicht abschätzen.

Intel verglich dabei einen Clarkdale mit 3,33 GHz und zwei Kernen mit dem Core 2 Duo E8500 (3,16 GHz) und dem Core 2 Quad Q9400 (2,66 GHz). Unbestätigten Angaben zufolge soll dieser Clarkdale als “Core i5-661″ auf den Markt kommen. Die beiden Core-Prozessoren wurden auch im Test der Lynnfield-CPUs von Golem.de vermessen, so dass direkte Vergleiche für interessierte Leser recht einfach sind.

In nahezu allen Tests, die in der Bildergalerie wiedergegeben sind, können die beiden Clarkdale-Kerne sogar die - allerdings deutlich niedriger getakteten - Core-2-Kerne schlagen. Beim Vergleich mit dem bei Markteinführung ähnlich günstigen E8500 mit seinen zwei Kernen mit über 3 GHz liegt der Clarkdale ebenso klar vorne.

Der Vergleich mit dem Grafikkern der GM45-Chipsätze, die allerdings von anderen Herstellern auch schon geschlagen sind, ist die integrierte Grafik der Clarkdales nach Intels Benchmarks mit 3DMark Vantage im Entry-Profil rund 50 Prozent schneller. Allerdings geben Intels Folien auch klar wieder, dass die neue Grafik nur DirectX-10 beherrscht, kein DirectX-10.1 und schon gar kein DirectX-11.

Die synthetischen Benchmarks der SPEC-CPU-Suite zeigen recht deutlich, dass zumindest die günstigeren Modelle des Core 2 nach über drei Jahren erfolgreichem Marktdasein mit dem Clarkdale obsolet werden. Im Integer-Test (SPECint_rate2006) ist der Clarkdale mit zwei Kernen fast so schnell wie der Core 2 Quad Q9400 mit vier Kernen, und im FPU-Test (SPECfp_rate2006) um über 20 Prozent schneller. Dass Intel die Werte der Clarkdales als “Schätzungen” (Est.) angibt, liegt an den Regeln der SPEC, die diese Kennzeichnung für noch nicht erhältliche Produkte fordern.

Wie weit die Westmere-Architektur gegenüber Nehalem verbessert wurde, erklärte Intel noch nicht. Der Chiphersteller wies nur darauf hin, dass in Clarkdale eine AES-Einheit sitzt, welche Verschlüsselung per Hardware mit geringer Last für die CPU-Kerne erledigen kann. Diese kam jedoch bei dem Test noch nicht zum Einsatz, Patches für Programme wie Winzip und auch den PCMark Vantage sollen jedoch folgen.

Noch im Jahr 2009 sollen Clarkdale und Arrandale auf den Markt kommen. Dann wird besonders spannend, wie weit die Preise der Core-2-Prozessoren gesenkt werden, und wie PC-Hersteller die vielen Intel-Produkte vermarkten wollen.

Gefunden bei Golem.de

AMD verteilt TWKR-CPUs, verkauft sie aber nicht

Donnerstag, Juli 2nd, 2009

Übertakter-Orden in limitierter Auflage auf Basis des Phenom II X4

AMDs neuen Prozessor, den “Phenom II X4 42 Black Edition TWKR”, kann man nicht kaufen, aber vom Chiphersteller geschenkt bekommen. Dafür muss man in der Overclocking-Szene Rekorde vorweisen können und erhält dann die CPU, die besonders hohe Takte und Spannungen aushalten soll. Weniger als 100 der Prozessoren soll es geben.

Bereits Mitte Juni 2009 waren Bilder eines mit “TWKR” beschrifteten Prozessors im Blog des CEO von Maingear aufgetaucht. Das Unternehmen stellt in den USA High-End-PCs her. Die Bezeichnung des Prozessors ist eine Verballhornung von “Tweaker”, englisch für “Schrauber” oder “Bastler”, und genau für diese Zielgruppe ist der mit viel viralem Marketing vorgestellte Prozessor auch gedacht.

Wie AMD Deutschland nun erklärte, werden die TWKR-Prozessoren kein kommerziell erhältliches Produkt. Es handelt sich vielmehr um handverlesene CPUs, die Übertaktungsprofis zur Verfügung gestellt werden. Die sollen damit immer neue Frequenzrekorde aus den AMD-Prozessoren holen. Bereits Anfang 2009 hatte AMD auf einer Veranstaltung am Rande der CES einen Phenom II mit flüssigem Helium auf 6,5 GHz getrieben.

Intels Core i7 erreicht diese Frequenzen bisher noch nicht. Angeblich soll AMD beim Design des Phenom II einige Funktionen für den Betrieb bei sehr geringen Temperaturen eingebaut haben. Der Core i7 soll dagegen unter einem “Cold Bug” leiden. Diese Eigenschaften interessieren aber nur die Overclocker, denen es nicht allein um Rechenleistung, sondern um die Frequenz an sich geht. Mit Luftkühlung ist ein Core i7 bei gleichem Takt in fast allen Tests schneller als ein Phenom II.

Die erste TWKR-CPU läuft nominal mit nur 2,0 GHz und basiert auf dem Deneb-Die wie die Serienprodukte auch. Laut AMD Deutschland entspricht die Modellnummer “42″ dabei keinem Schema, sondern ist eine Anspielung auf die Verwendung dieser Zahl im Roman ‘Per Anhalter durch die Galaxis’. Dort berechnet der größte Computer des Universums in 7,5 Millionen Jahren die 42 als Antwort auf die Frage “nach dem Leben, dem Universum und allem” - ein typischer Nonsensscherz des Autors Douglas Adams, der viel Raum für Interpretationen lässt.

Die TWKRs verschickt AMD in einer Holzkassette, was den Prozessor wie einen Übertakter-Orden wirken lässt. Der Aufdruck der CPU enthält nicht die üblichen Markierungen wie die Bestellnummer, aber den unmissverständlichen Hinweis: “Nicht für den Verkauf”. Es bleibt abzuwarten, ob die TWKR doch den Weg zu eBay finden - und welche Preise sie dort erzielen.

AMD bereinigt Desktop-Roadmap, plant Mobil-CPUs mit 25 Watt

Freitag, November 14th, 2008

Überraschungen auf dem Analyst-Day 2008

Zum Abschluss seiner umfangreichen Produktankündigungen hat AMD vor Analysten in der Firmenzentrale im kalifornischen Sunnyvale seine Roadmaps bis zum Jahr 2011 vorgestellt. Dabei ergeben sich umfangreiche Änderungen zu früheren Planungen, aber auch überraschende neue Produkte: Bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2009 will AMD besonders sparsame Notebookprozessoren ausliefern.

AMDs neuer CEO Dirk Meyer gab gleich zu Beginn der Vorträge für sein schwer angeschlagenes Unternehmen drei Ziele vor: Profitabilität, Konzentration auf Kernbereiche und pünktliche Umsetzung. Auf allen drei Feldern hatte AMD in den vergangenen beiden Jahren Probleme, die in verspäteten Produkteinführungen und technischen Problemen auch deutlich sichtbar wurden.

Die Umsetzung “jedes Versprechens, jedes Mal”, die Meyer auf seinen Folien einforderte, wurde in der anschließenden Rede von AMDs Prozessorchef Randy Allen auch gleich angegangen. Zahlreiche früher angekündigte Prozessoren wurden von den Roadmaps gestrichen, dafür andere für Wachstumsmärkte wie dünne und leichte Notebooks aufgenommen. Prominentestes Opfer des Rotstifts: der Dual-Core-Prozessor “Kuma” als Nachfolger des Athlon X2.

Noch im Juni 2008 hatte AMD die Auslieferung dieser CPU mit 65 Nanometern Strukturbreite für die zweite Hälfte des Jahres 2008 fest versprochen, nun taucht sie in Randy Allens Folien nicht mehr auf. Unbestätigten Angaben zufolge plant AMD aber dennoch, diesen Prozessor Anfang 2009 auf den Markt zu bringen - dann aber gleich mit 45 Nanometer breiten Strukturen. Dazu schweigt AMD jedoch bisher, angekündigt werden soll nun nur noch, was auch sicher eingehalten werden kann.

Im Falle der Opterons mit Shanghai-Kern, die früher als erwartet auf den Markt kamen, hat das bereits geklappt. Mit der neuen Notebookplattform “Yukon” hat sich AMD für das erste Halbjahr 2009 nun ein neues ehrgeiziges Ziel in einem stark wachsenden Markt gesetzt. Der Nachfolger der Puma-Plattform soll mit Prozessoren erscheinen, die nur eine typische Leistungsaufnahme (TDP) von unter 25 Watt haben.

Für sehr kompakte Notebooks liefert Intel seine Core-2-Duos mit 25 Watt bereits seit August 2008 aus, hier will AMD also halbwegs schnell kontern. Yukon ist auch für Mini-Notebooks vorgesehen, zum per Gerücht dafür geplanten Sempron mit nur 8 Watt TDP verrät AMD immer noch nichts.

Weitere Angaben zu seinen Stromspar-CPUs für Notebooks machte AMD nicht. Nach deren Vorstellung soll jedoch im zweiten Halbjahr 2009 für ausgewachsene Mobilrechner die Plattform “Tigris” folgen, hier steht schon fest, dass sie mit 45-Nanometer-CPUs arbeiten wird.

Für einfache Desktoprechner für Privatanwender hat AMD Mitte bis Ende 2009 die Plattform “Pisces” vorgesehen, hier tauchen auch die erst im Frühjahr eingeführten Triple-Core-Prozessoren auf. Den bisherigen Namen “Phenom X3″ nannte Randy Allein in seiner Präsentation aber nicht.

Für besonders günstige Prozessoren hat sich AMD einen neuen Kniff einfallen lassen, der vielleicht das baldige Ende der Triple-Cores bedeutet. Neben dem für Anfang 2009 schon als “Phenom II” angekündigten Quad-Core mit dem Kern “Deneb” erscheint im gleichen Zeitraum auch das Design “Propos” - ohne L3-Cache. So muss man jedenfalls die Angabe von “2M cache” auf den Folien verstehen, da jeder der Deneb-Kerne 512 KByte L2-Cache besitzt. Beim Phenom II kommen dazu noch 6 MByte L3-Cache.

Sein schon jetzt unter dem Namen “Fusion” beschriebenes Konzept der Integration von CPU und Grafikprozessor im selben Chipgehäuse will AMD erst im Jahr 2011 realisieren. Bei der ersten Ankündigung von Fusion im Herbst 2006 hatte der Chiphersteller das noch für den Anfang des Jahres 2009 vorgesehen, was offenbar viel zu ehrgeizig war. Nun soll Fusion erst 2011 mit 32-Nanometer-Strukturen in der Desktop-CPU “Orochi” mit mehr als vier Kernen und für Notebooks mit “Lllano” mit Quad-Cores und “Ontario” mit zwei Kernen umgesetzt werden. Alle drei Prozessoren werden mit einem Speichercontroller für DDR3 ausgestattet.

Dass die in unmittelbarer Zukunft erwarteten Phenom II mit Deneb-Kern ebenfalls DDR3 beherrschen, bestätigte Randy Allen in seiner Präsentation ebenfalls. Wie bisher schon vermutet wurde, ist der Speichercontroller der neuen Phenoms also schon darauf vorbereitet, und Mainboards mit dem neuen Sockel AM3 können entwickelt werden.

Quelle: Golem.de

Samsung: Farbmultifunktionsgeräte mit hoher Geschwindigkeit

Montag, Juni 30th, 2008

CLX-Serie erreicht bis zu 24 Seiten pro Minute in Farbe und Schwarz-Weiß

Samsung hat neue Farblaser-Multifunktionssysteme vorgestellt, die für Büroumgebungen konzipiert wurden und mit hohen Druckleistungen aufwarten. Die Geräte der CLX-6200-Serie können drucken, scannen und kopieren, während die Modelle CLX-6210FX und CLX-6240FX auch eine Faxfunktion besitzen.
Die Druckgeschwindigkeit reicht von 20 Seiten in Farbe und Schwarz-Weiß beim CLX-6200ND und CLX-6210FX bis hin zu 24 Seiten pro Minute beim CLX-6240FX. Die Auflösung liegt bei 1.200 x 1.200 dpi. Der Flachbettscanner arbeitet mit 600 x 1.200 dpi. Der Arbeitsspeicher ist 128 MByte (256 MByte beim CLX-6240FX) groß und kann auf 384 MByte beziehungsweise 768 MByte ausgebaut werden. Optional ist für alle Geräte eine 80 GByte große Festplatte erhältlich. Im CLX-6240FX ist diese werkseitig eingebaut.

Das Standardpapiermagazin der Geräte fasst zwar nur 250 Blatt und die Mehrzweckpapierzuführung kann mit bis zu 100 Blatt bestückt werden. Durch ein zweites Magazin lässt sich das Volumen um weitere 500 Blatt erhöhen.

Die Toner sind in zwei Ausführungen erhältlich. Die Reichweite des Farbtoners wird bei den Standardkartuschen mit je 2.000 Seiten und die Reichweite des schwarzen Toners für 2.500 Seiten spezifiziert. Die zweite Kartuschengröße reicht für bis zu 5.000 Farb- und 5.500 Schwarz-Weiß-Seiten aus.

Die Multifunktionsgeräte sind mit einem Duplex-Vorlageneinzug zum Kopieren und Scannen doppelseitiger Dokumente ausgerüstet. Eine zusätzliche USB-Schnittstelle dient der Anbindung von externen Datenträgern, auf denen die eingescannten Dokumente abgelegt werden können. Die Schnittstellen umfassen USB 2.0, Fast-Ethernet und optional WLAN.

Die CLX-6200-Serie umfasst drei Modellvarianten. Das CLX-6200ND ist zu einem Preis von rund 860 Euro und das CLX-6210FX zu einem Preis von 1.010 Euro ab sofort im Fachhandel erhältlich. Das CLX-6240FX wird voraussichtlich Ende Juli 2008 verfügbar sein. Der Preis steht derzeit noch nicht fest.

GTX-280 braucht angeblich über 200 Watt, kostet 600 Dollar

Dienstag, Mai 27th, 2008

Nvidias neue High-End-Karte als Energiemonster

Unbestätigten Angaben zufolge sollen die im Juni 2008 erwarteten Grafikkarten der GT-200-Generation von Nvidia neue Negativrekorde im Energiebedarf bei Spielekarten setzen. Bis zu 236 Watt soll die GTX-280 aus dem Netzteil ziehen, gefordert ist dafür ein Wandler mit 6- und 8-Pin-Anschlüssen.
In der vergangenen Woche hielt Nvidia seinen jährlichen “Editors Day” für geladene Journalisten in San Jose ab. Charlie Demerjian vom Inquirer war nicht dabei, steht folglich nicht unter dem Bann einer Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) und kann freimütig über die Präsentationen der Veranstaltung berichten, die ihm offenbar vorliegen.

Nachdem die zugrundeliegende Architektur des GT-200 bereits bekannt ist, interessieren wenige Wochen vor dem Marktstart vor allem Taktfrequenzen, Energiebedarf und Preise. Und bei all dem scheint Nvidia neue Negativrekorde zu setzen. Der Takt der gesamten GPU soll beim GTX-280 dem Inquirer zufolge bei 602 MHz liegen, die Stream-Prozessoren sind mit 1.296 MHz mehr als doppelt so schnell getaktet. Diese asynchronen Frequenzen hatte Nvidia schon bei der G80-Generation eingeführt. Der GDDR3-Speicher von bis zu 1 GByte soll mit physikalisch 1.107 MHz laufen, was 2.214 MHz per DDR-Verfahren entspricht.

Obwohl die Taktfrequenzen bis auf den Speicher noch unter denen einer GeForce 8800 Ultra liegen, deren GPU mit 90 Nanometern Strukturbreite gefertigt wird, soll die 65-Nanometer-GPU der GTX-280 dennoch deutlich stromhungriger sein. Bis zu 236 Watt sind gefordert. Um diese Leistung bereitzustellen, soll die Karte über einen 6- und einen 8-Pin-Anschluss für PCI-Express-Stromversorgungen verfügen. Ob diese Anschlüsse, die auch AMD bei der 2900 XT verwendete, zwingend beide belegt sein müssen, ist noch nicht bekannt. Die mit 215 Watt angegebene Radeon 2900 XT kam noch mit zwei 6-Pin-Anschlüssen aus, einen davon konnte man auch mit einem 8-Pin-Stecker füttern, was laut AMD aber nur für massive Übertaktungen nötig war.

Grund für diese vergleichsweise geringen Takte bei gleichzeitigem enormen Energiebedarf ist laut dem Inquirer das Die von über 550 Quadratmillimetern Fläche, das durch die 240 Stream-Prozessoren (SPU) zustande kommt. Die kleinere Variante der GT-200-Generation, GTX-260, kommt noch auf 192 SPUs bei geringeren Takten von 576, 999 und 896 MHz für GPU, SPUs und Speicher. Dafür benötigt sie aber immer noch 182 Watt.

Kosten soll die GTX-280 laut den inoffiziellen Angaben über 600 US-Dollar, und auch für den kleinen Bruder GTX-260 werden noch 449,- US-Dollar aufgerufen. So sich diese von Nvidia öffentlich noch nicht bestätigten Daten bewahrheiten, wird der Kampf mit AMD besonders spannend, denn deren nach Papierform kaum langsamere Karte Radeon HD 4870 soll deutlich unter 300 US-Dollar kosten. (nie)

Samsung P200 - 12-Zoll-Notebook für Geschäftsreisen

Dienstag, März 4th, 2008

Günstiges, kleines Business-Notebook ohne optisches Laufwerk

Mit dem 12-Zoll-Notebook P200 hat Samsung anlässlich der CeBIT 2008 sein Angebot an mobilen PCs für Geschäftsleute erweitert. Ausgestattet mit Windows XP soll es bis über 5 Stunden mit einer Akkuladung durchhalten und mit einem Gewicht von 1,89 kg auch länger umhergetragen werden können.

Das P200 ist mit entspiegeltem 12,1-Zoll-Display (”SuperBright Matt Display”) mit 1.280 x 800 Bildpunkten (WXGA) bestückt. Im Rahmen steckt zudem eine 1,3-Megapixel-Webcam. Das 299 x 214 x 22,2 (vorne) bis 35,8 (hinten) mm messende Gehäuse soll wie beim P400 und P500 robust sein, nicht so leicht zerkratzen und zudem für besseren Halt gummiert sein. Dazu kommt - wie bei allen neuen Samsung-Notebooks - eine Tastatur mit Silber-Ionen-Beschichtung (”SilverNano”), die keimhemmend wirken soll. Entkrümeln und Reinigen dürfte aber auch sie nicht ersetzen können.

Unter der Haube verrichtet ein Intel Core 2 Duo Prozessor T8100 (Penryn) seinen Dienst, dem 2 GByte Arbeitsspeicher (max. 4 GByte RAM auf zwei Slots) zur Verfügung stehen. Als Chipsatz dient AMDs ATI RS600 ME, um die Grafikausgabe kümmert sich ein Radeon-Xpress-1250-Kern.

Dazu kommen eine 250-GByte-SATA-Festplatte mit 5.400 Umdrehungen/Minute, WLAN nach IEEE 802.11b/g (Atheros-Chipsatz), Bluetooth 2.0+ EDR, 10/100-MBit/s-Ethernet, 56K-Modem, zwei USB-Anschlüsse, VGA-Ausgang, ein integriertes Mikrofon, ein Mikrofoneingang, ein Kopfhörerausgang und Stereolautsprecher (2 x 1,5 Watt) mit virtuellem Raumklang (SRS WOW HD). Ebenfalls mit dabei sind zwei PCI-Express-Card-Slots (Typ: 34 und 54 mm) sowie ein Speicherkartenleser (MS, MS Pro, SD, MMC, xD).

Ein DVD-Laufwerk findet sich leider nicht im P200 - es muss als optionales Zubehör hinzugekauft werden. Die von Samsung genannte Akkulaufzeit von bis zu 5,6 Stunden gilt laut Samsung-Datenblatt bereits mit dem mitgelieferten 6-Zellen-Akku - mit diesem wiegt das P200 dann 1,89 kg. Zwar gibt es als Zubehör einen separat zu erwerbenden 8-Zellen-Akku - wie lange das Gerät damit durchhält und wie viel es dann wiegt, war aber noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Mit vorinstalliertem Windows XP Professional will Samsung das P200 ab März 2008 für 999,- Euro ausliefern. Der Hersteller gewährleistet für seine Notebooks eine Vorort-Abhol-Garantie von 24 Monaten.

eSATA demnächst mit Stromversorgung übers Datenkabel

Donnerstag, Januar 17th, 2008

Neuer Standard soll externe Netzteile für Laufwerke überflüssig machen

Das über die Standards für Serial-ATA wachende Gremium will noch im Jahr 2008 eine Spezifikation für “Power over eSATA” vorlegen. Künftige externe SATA-Geräte wie Festplatten oder optische Laufwerke sollen dann direkt über das Datenkabel mit Strom versorgt werden, was externe Netzteile überflüssig macht.

Externe Festplatten gehören inzwischen zu den Mitnahme-Artikeln. Jeder Lebensmittel-Discounter hat regelmäßig 500-GByte-Festplatten für rund 100,- Euro im Angebot. Diese Geräte verfügen jedoch in der Regel nur über einen USB-Anschluss - und darüber sind maximal 2,5 Watt elektrischer Leistung verfügbar. Das ist zu wenig für den Anlaufstrom von 3,5-Zoll-Festplatten. Auch 2,5-Zoll-Festplatten, wie sie bisweilen ohne Netzteil angeboten werden, müssen oft auf zwei USB-Anschlüsse ausweichen, auch wenn sie an vielen Rechnern auch mit einem Anschluss funktionieren. Das klappt aber nur, weil dann die USB-Ports mehr als die spezifizierten 500 Milliampere an Strom liefern.

Sinnvoll wäre eine Stromversorgung über das Datenkabel, die dauerhaft rund 15 Watt liefern kann und auch Spitzen wie beim Einschalten einer Festplatte verkraftet. Das haben die verbreiteten schnellen externen Verbindungen wie USB 2.0, Firewire oder eSATA aber nicht zu bieten. In diese Bresche soll nach dem Willen der “Serial ATA International Organization” (SATA-IO) nun ein neuer Standard namens “Power over eSATA” schlagen - einen griffigeren Namen dafür gibt es noch nicht, man orientiert sich offenbar an “Power over Ethernet”.

Die SATA-IO wacht seit dem Jahr 2004 über die Standards für den schnellen seriellen Bus und ging aus der “SATA Working Group” hervor. In ihr sind nahezu alle Hersteller von Hard- und Software organisiert, die SATA-Geräte anbieten. Die SATA-IO will den neuen Standard in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 verabschieden, mit ersten Geräten dafür ist dann also erst 2009 zu rechnen.

Wie viel Strom die neuen eSATA-Ports liefern können, teilte das Gremium noch nicht mit. Die Versorgung soll aber laut der SATA-IO für eine externe Festplatte oder ein optisches Laufwerk reichen. Die Anschlüsse sowie die Fähigkeit zum Abstecken im laufenden Betrieb - die derzeit aber kaum genutzt wird - und die Geschwindigkeit von maximal 3 GBit pro Sekunde sollen auch bei Power over eSATA erhalten bleiben.