Archive for the ‘Software’ Category

In Windows 7 und Vista klafft ein Sicherheitsleck

Mittwoch, September 16th, 2009

Sowohl in Windows Vista als auch in Windows 7 klafft eine Sicherheitslücke im Betriebssystem, die dazu ausgenutzt werden kann, um den Rechner via Internet neu zu starten. Ermöglicht wird dies durch einen Fehler im SMB2-Protokoll, der in der Treiberdatei “srv2.sys” steckt.

Es existiert bereits ein Exploit, der dieses Leck in der Systemsicherheit ausnutzt, wie heise Security berichtet.

Um nicht selbst Opfer eines unfreiwilligen Neustart über das Internet zu werden, genügt es nach aktuellem Kenntnisstand, aus der Windows-Firewall die Ausnahme für die Datei- und Druckerfreigabe zu entfernen bzw.. den Zugriff auf Port 445 zu unterbinden.

Während Windows Vista und Windows 7 RC bei erfolgreicher Ausnutzung dieser Sicherheitslücke neustarten, zeigt sich die finale Version von Windows 7 unbeeindruckt und reagiert in keiner Weise.

Microsoft hat sich zu diesem Problem bislang noch nicht zu Wort gemeldet, sodass momentan noch keine Aussage darüber getroffen werden kann, ob und wann diese Sicherheitslücke durch einen Patch geschlossen wird.

Windows-7-Vorverkauf: Achtung, Preisfalle!

Donnerstag, September 10th, 2009

Jetzt einen Computer mit Windows Vista kaufen – und Ende Oktober 2009 gratis auf Windows 7 umsteigen? Das klingt einfach, doch es gibt etliche Hürden.

So viel kostet das Windows-7-Upgrade

Mit Windows 7 ist es wie mit Fußball in der Sommerpause: Alle warten ungeduldig darauf, dass es am 22. Oktober 2009 endlich losgeht. Damit potenzielle Computerkäufer ihren Kauf nicht bis zum Erscheinen von Windows 7 aufschieben, bieten viele Hersteller die Windows-7-Upgrade-Option: Wer jetzt einen PC oder ein Notebook mit dem Betriebssystem Windows Vista erwirbt, soll dann kostenlos eine DVD mit Windows 7 bekommen – so die Theorie. Wie es bei den wichtigsten PC-Herstellern funktioniert, hat sich COMPUTER BILD angesehen.

Worauf ist prinzipiell zu achten?

Sie müssen den Computer mit vorinstalliertem Vista zwischen dem 26. Juni 2009 und dem 31. Januar 2010 kaufen.
Auf dem Computer muss die richtige Vista-Version sein. Es gibt nur diese drei Umstiegsmöglichkeiten: von Vista Home Premium auf Windows 7 Home Premium, von Vista Business auf Windows 7 Professional, von Vista Ultimate auf Windows 7 Ultimate.

Windows-7-Gutschein: Teilnahme freiwillig

Den genauen Ablauf regeln die PC-Hersteller. Sie sind nicht verpflichtet, die Upgrade-Option anzubieten. Targa macht nicht mit, aber der Hersteller hat im Moment auch keine neuen Geräte im Angebot. Die anderen 14 Firmen bieten das Upgrade an, doch einfach machen sie es dem Kunden in der Regel nicht:

Internetbestellung: Alle Hersteller haben spezielle Internetseiten eingerichtet, über die sich Windows 7 bestellen lässt. Ärgerlich: Die Seite von Acer ist auf Englisch, erst im Laufe der Bestellung kann auf Deutsch umgestellt werden. Die Hersteller verlangen entweder einen Gutschein-Code, den der Käufer mit seinem PC erhalten hat, oder einen Kaufbeleg. Wer den nicht einscannen und dann per E-Mail-Anhang verschicken kann, muss ihn per Fax oder Post senden – bei Asus nach Taiwan!

Gebühren: Fast alle Hersteller verlangen eine Bearbeitungsgebühr – bis zu stolzen 29,95 Euro! Nur Wortmann will die DVD kostenlos verschicken (siehe Bildergalerie). Ärgerlich: Die genauen Preise sind auf den Seiten oft nur sehr schwer zu finden. Bei einigen Herstellern erfährt sie der Nutzer sogar erst, wenn er bereits einen Computer gekauft hat. Am schlimmsten war die Situation bei Dell: Auch auf Nachfrage von COMPUTER BILD konnte die Firma keinen Preis nennen. Er soll erst kurz vor dem Start von Windows 7 veröffentlicht werden. Wer jetzt bei Dell einen PC kauft, weiß also nicht mal, was ihn der Umstieg auf Windows 7 kosten wird.

Bezahlmöglichkeiten: Rund die Hälfte der Anbieter besteht auf Kreditkartenzahlung, meist per Visa oder Mastercard. Wer keine Karte hat, erhält auch kein Upgrade. Nur Medion und Fujitsu bieten Lastschrift an.

Verfügbarkeit: Wenn Windows 7 am 22. Oktober 2009 erscheint, werden „Upgrader“ meist noch warten müssen. Acer verspricht eine Lieferzeit von sieben bis zehn Geschäftstagen. Medion will die DVD im November verschicken. Samsung kündigt auf seiner Internetseite derzeit an, dass die Firma die DVDs sogar erst ab dem 1. Januar 2010 verschickt. Aber die Termine könnten sich noch ändern. Weitere Informationen zum Upgrade-Programm inklusive der Links zu den Internetseiten der Hersteller finden Sie in der Bildergalerie.

Fazit: Kaufen Sie jetzt keinen Vista-Computer!

Klare Sache: Wer Windows 7 auf seinem neuen PC oder Notebook haben will, wartet mit dem Kauf des Computers am besten bis zum Verkaufsstart am 22. Oktober 2009. Wer das absolut nicht kann, sollte im Vorfeld auf die genauen Modalitäten des Upgrades beim jeweiligen Hersteller achten. Übrigens: Microsoft bietet ab dem 22. Oktober auch das „Family Pack“ an. Damit lässt sich Windows 7 Home Premium auf drei PCs installieren. Das limitierte Angebot kostet 149,99 statt 359,97 Euro für drei einzelne Versionen.

Aktuelle Fragen zu Windows 7

Gefunden bei Computerbild

Gericht schränkt Handel mit Gebrauchtsoftware ein

Donnerstag, Juli 2nd, 2009

Gebündelte Software darf nicht separat vertrieben werden

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat gestern eine einstweilige Anordnung gegen usedSoft erlassen. Dem Gebrauchtsoftwarehändler wird untersagt, Lizenzen für Programme eines Schweizer Herstellers von der Originalhardware losgelöst zu vertreiben.

UsedSoft muss einen weiteren juristischen Rückschlag hinnehmen. Gestern verbot das Oberlandesgericht Düsseldorf dem Unternehmen den Handel mit Softwarelizenzen eines Schweizer Herstellers vorläufig. Das OLG hob damit eine anders lautende Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf von Ende November 2008 auf.

Anders als das Landgericht sah es das Oberlandesgericht als unzulässig an, dass usedSoft die ursprünglich nur vorinstalliert verkaufte Software zur Verwaltung von Stamm- und Abrechnungsdaten in Anwaltskanzleien auf CD-ROM kopiert und separat vertreibt.

Der Schweizer Hersteller bietet sein Produkt in Deutschland nur über Distributoren an, die das Programm vorinstalliert auf PC-Hardware an Endkunden vertreiben. Einen Einzelverkauf der Software an Endkunden verbietet der Vertrag den Distributoren ausdrücklich. Gegen den Handel mit seiner Software durch usedSoft klagte der Hersteller vor Gericht und setzte sich vorerst durch.

UsedSoft stellte sich auf den Standpunkt, dass mit dem Verkauf der PCs mit der vorinstallierten Software das Verbreitungsrecht des Herstellers erschöpft sei. Ein separater Weiterverkauf der Software sollte durch den urheberrechtlichen Erschöpfungsgrundsatz abgedeckt sein, meint usedSoft. Der Erlass der einstweiligen Anordnung durch das OLG Düsseldorf legt den Schluss nahe, dass das Gericht anderer Meinung sein könnte.

In einer Pressemitteilung warnt usedSoft allerdings vor voreiligen Schlussfolgerungen: “Die Entscheidung des OLG Düsseldorf […] gilt ausschließlich für die OEM-Lizenzen einer Spezial-Software für Rechtsanwälte. […] usedSoft hat den Handel mit diesen Lizenzen vorerst eingestellt. Allerdings sind ohne Vorliegen der schriftlichen Urteilsbegründung sämtliche Mutmaßungen verfrüht. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf Aussagen zum Erschöpfungsgrundsatz.”

Die deutsche Microsoft-Tochter, mit der sich usedSoft schon häufiger vor Gericht um die Zulässigkeit des Handels mit gebrauchten Softwarelizenzen gestritten hat, begrüßte den Erlass der einstweiligen Anordnung. Microsoft-Justiziarin Swantje Richters: “Wir begrüßen das Urteil. Die konkreten Auswirkungen auf den Handel mit gebrauchter Software können wir jedoch erst nach Einblick in die detaillierte Urteilsbegründung kommentieren. Es zeigt sich jedoch erneut, dass die Gerichte den Schutz von geistigem Eigentum sehr hoch bewerten.”

Der Handel mit gebrauchten OEM-Lizenzen für im Einzelhandel separat vertriebene OEM-Software ist von der Entscheidung des OLG Düsseldorf nicht betroffen. Der Bundesgerichtshof hatte vor neun Jahren entschieden, dass für sogenannte System-Builder-Varianten von Standardsoftware der Erschöpfungsgrundsatz des Urheberrechts gilt. Der Weiterverkauf solcher Lizenzen ist seitdem auch ohne Genehmigung des Softwareherstellers zulässig.

Benchmarktest: Google Chrome im Vergleich zur Konkurrenz

Freitag, September 5th, 2008

Google Chrome soll vor allem in Sachen Geschwindigkeit neue Standards setzen und somit die Entwicklung von AJAX-basierten Web-Anwendungen beschleunigen. Der Test liefert erste Performance-Daten des neuen Browsers.

Von Kai Schmerer, 3. September 2008

In einem Comic erläutert Google seine Motivation und die wesentlichen technischen Details, die für die Entwicklung des eigenen Browsers Chrome ausschlaggebend waren. Demnach lag den Google-Ingenieuren vor allem die Performance aktueller Browser schwer im Magen. Für die weitere Entwicklung des Webs seien die vorhandenen Produkte einfach nicht schnell genug.

Für Google Chrome haben daher die Entwickler auf Basis der JavaScript-Engine des Webkit-Open-Source-Projekts, das von Apple initiert worden ist, eine neue, wesentlich leistungsfähigere JavaScript-Engine (V8) entwickelt, mit deren Hilfe neue Web-Applikationen auf AJAX-Basis möglich sein sollen, die aktuelle Browser überfordern würden. Die Google-Entwickler geben aber auch zu bedenken, dass die Arbeit an Chrome nicht abgeschlossen sei und noch vieles getan werden müsse.

Für die Performance-Analyse der neuesten Browser-Generation, bestehend aus Internet Explorer 8 Beta 2, Opera 9.52, Safari 3.1.2 Safari 4.0 Developer Preview und Google Chrome, verwendet ZDNet.de den populären Sunspider-Benchmark sowie den von Google vorgestellten V8-Test. Zusätzliche Speicherverbrauchsmessungen zeigen, wie effizient die Browser den Speicher nutzen.

Browser-Performance im Wandel der Zeit

Im Lauf der Zeit haben sich die Anforderungen an einen modernen Browser gewandelt. Neben der Darstellung von Text und Bild müssen moderne Browser komplette Anwendungen wie auf JavaScript, DOM und XML basierende AJAX-Programme beherrschen. Auch wer AJAX noch nie gehört hat, aber vielleicht Google Maps, Google Mail oder AJAX Write nutzt respektive Internet-Sites wie Flickr oder Last.fm ansurft, macht von dieser Technik bereits intensiven Gebrauch.

Auch im Unternehmensumfeld hat AJAX schon Fuß gefasst: 24SevenOneOffice ist eine Lösung für Enterprise Resource Planning (ERP) und Kundenbeziehungsmanagement (CRM), die über einen normalen Webbrowser bedient wird. Der Vorteil dieser Web-2.0-Technologie liegt in der Plattformunabhängigkeit. Es wird weder ein spezielles Betriebssystem noch ein bestimmter Prozessor benötigt, um AJAX-Anwendungen auszuführen. Lediglich ein kompatibler Browser ist erforderlich.

Sunspider: Gesamtergebnis

Der Sunspider-Benchmark gilt als Richtlinie für die JavaScript-Performance, die vor allem für AJAX-basierte Anwendungen respektive Websites entscheidend ist.

Das Gesamtergebnis spiegelt die Laufzeit von insgesamt neun Tests wieder. Dass die Testlaufzeit relativ kurz und in Millisekunden angegeben ist, lässt viele Anwender an dem Nutzen der Tests zweifeln. Auch ein oder zwei Millisekunden kommt es ja schließlich nichtan. Allerdings verwenden AJAX-Applikationen ein Vielfaches der in diesem Test genutzten Routinen, womit der Test an Aussagekraft gewinnt. Es ist ähnlich wie in einem Formel-1-Rennen: Zwar betragen die Unterschiede im Qualifying nur Sekunden oder Zehntelsekunden, über die gesamte Renndistanz ergeben sich jedoch leicht Unterschiede in Höhe von Minuten.

Mit 1496,8 ms belegt Google Chrome in diesem Test den ersten Platz, dicht gefolgt von Safari 4.0 Developer Preview (1566,8 ms). Mit 2185,0 folgt Firefox 3.01 auf dem dritten Platz. Danach folgen Safari 3.1.2 (2560,8 ms) und Opera 9.52 (2969,8 ms). Mit einer Testlaufzeit von 5799,8 ms belegt der Internet Explorer mit großem Abstand den letzten Platz.

Sunspider: Einzeltests

Die Einzeltests des SunSpider-JavaScript-Benchmarks verraten die Stärken und Schwächen der Browser. Obwohl Google Chrome und Safari 4.0 Developer Preview insgesamt fast gleichauf liegen, ergeben sich bei einzelnen Tests große Unterschiede.

Das controlflow-Script bewältigt Google Chrome fast in 1/6 der Zeit, die der Apple-Browser dafür verstreichen lässt. Auch den crypto-Test lässt Google Chrome deutlich schneller als Safari ablaufen. Dafür läuft das date-Script im Safari-Browser in nur gut 1/5 der Zeit ab, die Google Chrome benötigt. Bei diesem Test sind sogar alle anderen Browser schneller als der Gesamt-Spitzenreiter.

V8-Test

Der V8-Benchmark stammt von Google und beinhaltet fünf Tests, mti deren Hilfe die Google-Entwickler die JavaScript-Engine von Chrom optimiert haben.

Mit einer Punktzahl von 2547 belegt Google Chrome erwartungsgemäß den ersten Platz. Wie beim SunSpider-Java-Script-Benchmark schafft es Safari 4.0 Developer Preview auf den zweiten Platz. Im Unterschied zum genannten Test ist der Abstand von Safari zum Google-Browser mit einer Punktzahl von 468 jedoch gewaltig. Mit 373 Punkten belegt Opera vor Firefox und Safari den dritten Platz. Der Internet Explorer ist wie schon beim Sunspider-JavaScript-Benchmark weit abgeschlagen.

Fazit

Die Vorstellung von Google Chrome bringt zweifellos frischen Wind in den Browsermarkt. Die einstigen Performance-Leader sehen sich einer neuen Konkurrenz gegenüber. In wesentlichen Bereichen setzt Google Chrome neue Performance-Standards.

Klar ist, dass Google mit der Vorstellung des eigenen Browser das Feld für neue, rechenintensive Web-Applikationen vorbereitet. Microsoft kann mit dem Internet Explorer 8 Beta 2 nicht nur dem Google-Browser nichts entgegensetzen, auch alle anderen Konkurrenten laufen dem IE deutlich davon.

Eine ganz andere Frage ist allerdings, ob die Anwender bereit sind, den Google-Browser einzusetzen. Das Image von Google hat durch seine Allmacht im Web bei vielen Usern stark gelitten. Zahlreiche Anwender befürchten, dass Google das Nutzerverhalten mit Hilfe des Browsers weiter ausspähen und damit Geld verdienen wird.

Quelle: zdnet.de

Microsoft sperrt Produktschlüssel von gebrauchter Software

Montag, August 11th, 2008

Softwarelizenzen dürfen nur mit Microsofts Zustimmung weitergegeben werden

Microsoft sperrt Softwareschlüssel, die unrechtmäßig mehrfach genutzt werden. Die Weitergabe von Produktschlüsseln sei nur mit Zustimmung des Rechteinhabers erlaubt, begründet der Softwarehersteller sein Vorgehen.

Bei Testkäufen habe das Unternehmen entdeckt, dass häufig mehrere Nutzer Microsoft-Programme mit identischen Produktschlüsseln aus sogenannten Volumenlizenzverträgen nutzen, ohne dafür eine Zustimmung von Microsoft eingeholt zu haben. Das deute auf “Unregelmäßigkeiten bei der Übertragung von Nutzungsrechten aus Volumenlizenzverträgen” hin, heißt es in einer Mitteilung.

Um das zu unterbinden, hat Microsoft nach eigenen Angaben “auffällig gewordene Produktschlüssel” gesperrt und damit die Nutzung der entsprechenden Programme eingeschränkt. Das sei, sagte Dorothee Belz von der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland, “ein klares Zeichen” an Unternehmen, denen oft nicht bewusst sei, dass sie eine Urheberrechtsverletzung begehen, deretwegen der Rechteinhaber Schadensersatzansprüche anmelden könne.

Microsoft beruft sich auf ein Urteil des Münchner Oberlandesgerichts. Das hatte kürzlich dem Unternehmen usedSoft verboten, gebrauchte Software von Oracle ohne Zustimmung des Rechteinhabers zu verkaufen (Aktenzeichen 6 U 2759/07, Urteil vom 3. Juli 2008). Nach Ansicht von Microsoft sei damit “die Weiterübertragung der Softwarelizenzen und die Übergabe des Produktschlüssel an Dritte” auch nur mit ausdrücklicher Genehmigung von Microsoft zulässig.

Das Unternehmen sieht hier die Nutzer in der Pflicht. Diese müssten “beweisen, dass sie eine rechtmäßige Lizenz besitzen. Beim Erwerb einer gebrauchten Lizenz bedeutet dies, dass sie belegen müssen, an wen Microsoft ursprünglich die Lizenz vergeben hat und wie und über wen sie dann auf den neuen Nutzer übertragen worden ist”, erklärte Belz.

Windows XP: Der Anfang vom Ende

Montag, Juni 30th, 2008

Am heutigen 30. Juni will Microsoft die Auslieferung von Windows XP einstellen – zumindest teilweise. Ab morgen sollen die großen OEM-Hersteller nur noch PCs mit vorinstalliertem Windows Vista verkaufen. Dennoch wird XP noch für einige Zeit verfügbar bleiben.

Ganz offiziell will der Konzern noch die XP Home Edition für Mini-Notebooks (”Netbooks”) sowie ebenso untermotorisierte Desktop-PCs (”Nettops”) zur Verfügung stellen, und zwar bis zum “30. Juni 2010 oder ein Jahr nach Verfügbarkeit der nächsten Betriebssystem-Version, und zwar bis zum späteren der beiden Termine”. Da als Erscheinungstermin des Vista-Nachfolgers Windows 7 derzeit Januar 2010 genannt wird, dürfte es also mindestens noch bis 2011 XP für die Mini-Rechner geben. Der Grund für diese Abweichung vom ursprünglichen Plan: Vista ist für die leistungsschwachen Minirechner schlicht zu schwerfällig, weshalb die Hardwarehersteller diese Geräte ohne Verfügbarkeit von Windows XP ausschließlich mit Linux ausstatten würden.

Doch XP bleibt auch für andere PCs verfügbar. Einzelhändler beispielsweise können vorhandene XP-Vorräte zeitlich unbegrenzt verkaufen. Und selbst wenn kein XP mehr im Laden zu finden ist, kommt man trotzdem noch dran, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Das Zauberwort in diesem Fall heißt “Downgrade”: Man erwirbt zwar Vista, installiert jedoch stattdessen XP. Vorteil für Microsoft: Obwohl der Kunde in diesem Fall weiter auf das XP setzt, geht der Zähler für verkaufte Vista-Lizenzen wieder eins rauf.

Einige PC-Hersteller wollen das Downgrade-Recht nutzen, um weiterhin PCs mit vorinstalliertem XP anzubieten. Hewlett Packard etwa hatte bereits im April angekündigt, den Downgrade-Prozess künftig schon vorab im “Auftrag seiner Kunden” zu vollziehen und individuell konfigurierte Rechner mit XP-Images auszuliefern (wohl aber nur an Kunden mit Volumenlizenzen). Auch Dell und Wortmann haben mittlerweile bestätigt, noch für längere Zeit Rechner mit vorinstalliertem XP und beiliegender Vista-Lizenz liefern zu wollen. Lenovo geht einen etwas anderen Weg: Laut Website will der Hersteller noch bis Januar 2009 seinen Kunden voraktivierte Recovery-CDs zur Verfügung zu stellen, mit denen sich ein Rechner schnell auf XP umrüsten lässt.

Microsoft wird unterdessen nicht müde, weiterhin die Vorteile von Windows Vista gegenüber XP anzupreisen. So wurden einige Whitepaper etwa zum Einsatz in Unternehmen oder mit Vergleichen des Funktionsumfangs veröffentlicht, die allerdings nur die gewohnten Schlagwörter enthielten (”Sicherer!”, “Schneller!”, “Stabiler!”, “Innovativer!”) – und wohl auch nicht bei jedem Unternehmen zur gewünschten Resonanz führen: Intel und Daimler etwa haben bereits abgewinkt.

Doch nicht nur die Unternehmenskunden versucht Microsoft zum Umstieg zu drängen, auch für den privaten Einsatz will man kein XP mehr dulden, und hier wird Microsoft deutlicher. So ist auf Microsofts Website derzeit ein englischsprachiges Dokument zu finden, welches den bevorstehenden Lieferstopp von Windows XP begründet – Kurzzusammenfassung: “Wir wissen, dass ihr XP wollt, aber wir verkaufen es euch trotzdem nicht mehr.”

Fraglich ist allerdings mittlerweile, ob der Lieferstopp überhaupt noch ein Problem darstellt: So berichtete ein Online-Händler, dass die Verkaufszahlen von XP mittlerweile zurückgehen und man sich deshalb “wie üblich” keine größeren Vorräte mehr angelegt habe. Offenbar haben sich bereits viele Interessenten vorsichtshalber mit XP-Lizenzen eingedeckt. Selbst wenn es also Microsoft gelingt, den Verkauf von XP in absehbarer Zeit zu stoppen, werden viele Nutzer trotzdem weiter XP einsetzen – sei es mit vorhandenen Lizenzen oder über die Downgrade-Option. Und zumindest für die nächsten Jahre spricht auch nichts dagegen: Microsoft verspricht, als sicherheitskritisch eingestufte Lücken in Windows XP noch mindestens bis 2014 mit Updates zu stopfen – und damit nach den derzeitigen Planungen bizzarerweise länger als bei Windows Vista Ultimate.

Offene Sicherheitslücke im Flash-Player wird ausgenutzt

Mittwoch, Mai 28th, 2008

Symantec und Adobe untersuchen neuen Angriff auf den Flash-Player

Symantec warnt vor einer kritischen Sicherheitslücke im Flash-Player, die aktiv ausgenutzt wird. Noch ist die Ursache für das Problem nicht klar, daher gibt es auch noch kein Update von Adobe.

Das Problem ähnelt laut Symantec einem kürzlich beseitigten Pufferüberlauf, tritt aber auf Systemen auf, die entsprechend gepatcht wurden. Noch ist unklar, worin das Problem genau besteht. Es könnte sich sowohl um eine Variante des bereits beseitigten Problems handeln, als auch um nicht korrekt gepatchte Systeme. Adobe und Symantec untersuchen die Angelegenheit.

Der Schadcode, der derzeit im Umlauf ist, kommt von den gleichen chinesischen Websites, die auch schon Code für die zuvor bekanntgewordene Lücke verteilten: wuqing17173.cn und woai117.cn. Hinzu kommt laut Symantec die neue Domain dota11.cn. In der Flash-Datei findet sich ein Hinweis auf die Domain www.play0nlnie.com, meldet derweil das Internet Storm Center.

Symantec erkennt die kompromittierten .swf-Dateien derzeit als “Downloader.Swif.C” und die darüber ausgelieferte Malware als “Infostealer.Gamepass”. SecurityFocus führt die Sicherheitslücke unter Adobe Flash Player SWF File Unspecified Remote Code Execution Vulnerability.

Abhilfe schafft derzeit eine Deinstallation des Flash-Player oder die Installation von Tools wie Flashblock und NoScript. Administratoren sollten zudem die genannten Webseiten sperren.

Windows Vista SP1 - Release Candidate ist fertig

Freitag, Dezember 7th, 2007

Auch Release Candidate von Windows Server 2008 veröffentlicht

Microsoft hat den Release Candidate vom Service Pack 1 für Windows Vista fertig gestellt. In der kommenden Woche soll die Vorabversion des Patch-Pakets für die Allgemeinheit verfügbar sein, während er zunächst nur an Tester verteilt wird. Zugleich ist der Release Candidate von Windows Server 2008 als Download verfügbar.

Im Vergleich zur letzten Beta-Version vom Service Pack 1 (SP1) wurde die Größe des Installationsarchivs deutlich reduziert. Auch der Festplattenplatz wurde verringert, den das Service Pack 1 belegt und es wurden einige Fehler beseitigt, die bei der Installation auftreten konnten. Das Service Pack 1 bringt vor allem Detailkorrekturen am Betriebssystem.

In das Service Pack 1 von Windows Vista wird eine neue Version des Internet Explorer integriert, die nicht mehr die so genannte Eolas-Hürde kennt, so dass Nutzer nicht mehr das Laden einiger ActiveX-Controls explizit bestätigen müssen. Außerdem erhält Windows Vista mit dem SP1 ein neues Protokoll für die Desktop-Suche, damit sich andere Drittanbieter in diese Suchfunktion einklinken und diese durch eigene Routinen ersetzen können. Die Änderung geht auf eine Beschwerde von Google beim US-Justizministerium zurück.

Als weitere größere Änderung ändert Microsoft mit dem Service Pack 1 das Verhalten des Betriebssystems, wenn sich Windows Vista als illegale Kopie sieht. Dann soll sich durch Modifikationen der Aktivierungsprozess nicht mehr umgehen lassen. Außerdem schaltet Windows Vista dann keine Komponenten mehr ab, wenn es den Status einer illegalen Kopie trägt. Diese Neuerungen halten auch gleich Einzug in den Windows Server 2008.

Der Windows Server 2008 steht als Release Candidate 1 für interessierte Nutzer zum Download bereit. Microsoft hat die Gruppen-Richtlinien erweitert und zahlreiche Fehlerkorrekturen vorgenommen. Voraussichtlich wird es die letzte Möglichkeit sein, den Windows Server 2008 vorab zu testen.

Der Windows Server 2008 enthält neue Funktionen wie Network Access Protection (NAP), Read-Only Domain-Controller sowie die automatisch aktivierte Windows Firewall. Zudem sollen sich Sicherheitsrichtlinien besser kontrollieren lassen. Der Server soll eine mehrfache Ausfallsicherung, dynamisches Partitionieren und automatisch optimierte Netzwerkfunktionen bieten, um seine Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Den Release Candidate (RC) vom Service Pack 1 für Windows Vista verteilt Microsoft zunächst nur über das Connect-Programm des Softwareherstellers. Im Laufe des 6. Dezember 2007 sollen auch MSDN- und Technet-Abonnenten den Download angeboten bekommen. In der kommenden Woche soll die Vorabversion dann auch für die Allgemeinheit über Microsofts Download-Center verteilt werden. Ein genaues Datum dafür hat Microsoft nicht genannt.

Die fertige Version vom Windows Server 2008 soll voraussichtlich im März 2008 erscheinen. Im Februar 2008 will Microsoft die Software fertig haben, die dann aber erst noch produziert und ausgeliefert wird. Vom Service Pack 1 für Windows Vista ist weiterhin nur bekannt, dass es irgendwann im ersten Quartal 2008 erscheinen soll. Microsoft will Administratoren ein Werkzeug an die Hand geben, um die automatische Installation des SP1 zu verhindern, wenn die automatische Update-Funktion des Betriebssystems aktiviert ist. In Kürze will Microsoft nähere Informationen dazu veröffentlichen.

Mit Windows ist kein Neuanfang möglich

Freitag, November 2nd, 2007

Kompatibilität steht aufgeräumtem Windows-Kernel im Weg

Ein besseres Windows-System würde auf einen komplett neu geschriebenen Kernel setzen und allen alten Ballast über Bord werfen. Aber genau solch einen Neuanfang kann es aus Gründen der Kompatibilität nicht geben, beklagt der langjährige Microsoft-Mitarbeiter Larry Osterman.

Nach den Erfahrungen von Larry Osterman ist es nur schwer oder gar nicht möglich, “grundlegende Änderungen an einem Betriebssystem vorzunehmen, das so groß und erfolgreich ist wie Windows”. Er berichtet, dass er wiederholt darauf angesprochen wurde, warum Microsoft etwa bei der Arbeit an Windows Vista nicht einen komplett neuen Kernel geschrieben habe, um unnötigen Ballast aus der Vergangenheit loszuwerden.

Mit einer kleinen Anekdote illustriert Osterman, dass solche umfassenden Änderungen nicht möglich seien, weil selbst selten genutzte Funktionen immer wieder von einer Minderheit eingesetzt würden. Dies führt dazu, dass entsprechende Windows-Proramme dann auf einer neuen Windows-Version nicht mehr laufen.

Während der Entwicklung an Windows Vista wurden etwa die Audio-Treiber von Windows NT 4 ausgemustert und waren somit im Windows-XP-Nachfolger nicht mehr zu finden. Diese Änderung wurde vor dem Erscheinen der Beta 2 von Windows Vista vorgenommen. Kurz nach der Veröffentlichung der Beta 2 meldeten sich prompt Unternehmenskunden, dass ihre Call-Center-Software nun nicht mehr arbeite. Wie Microsoft herausfand, verwendet die betreffende Software diese kaum genutzte und seit 1998 nicht mehr unterstützte Audio-Funktion aus Zeiten von Windows NT 4.

Der Hersteller der Call-Center-Software war bereits pleite gegangen, so dass diese Microsoft-Kunden keine Möglichkeit gehabt hätten, ihr Produkt zu aktualisieren. Microsoft integrierte also wieder die Audio-Treiber-Anbindung von Windows NT 4 in Windows Vista, obwohl diese Funktion nur von einer Minderheit der Nutzer benötigt wird.

Für den Nachfolger von Windows Vista arbeitet Microsoft derzeit daran, den eigentlichen Kernel möglichst klein zu halten. Dazu werden viele Komponenten aus dem Kernel ausgemustert, die sich als Module anbinden lassen. Ein experimenteller Windows-Kernel belegt auf einem Datenträger derzeit 25 MByte und benötigt zum Ausführen etwa 40 MByte Arbeitsspeicher.

SP1 für Windows Vista: Läuft es wirklich schneller und stabiler?

Donnerstag, Oktober 18th, 2007

Microsoft will mit dem Service Pack 1 seinem neuen Betriebssystem Windows Vista endlich zum Durchbruch verhelfen. Derzeit kursieren Vorabversionen der Beta im Internet. Bisher wurden umfangreiche Tests vorgenommen, auf was sich Anwender einstellen müssen.

Windows Vista feiert demnächst seinen ersten Geburtstag: Am 8. November 2006 erklärte der inzwischen ausgeschiedene Microsoft-Manager Jim Allchin die Entwicklung des Betriebssystems für abgeschlossen. Da Windows XP zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als fünf Jahre alt war - eine Ewigkeit in der schnelllebigen IT-Branche -, standen die Redmonder unter gehörigem Druck, endlich den Nachfolger auszuliefern.

Der Rückblick zeigt, dass das System ein paar zusätzliche Monate Entwicklungszeit gut hätte gebrauchen können. Denn die Bilanz fällt eher durchwachsen aus: Vista-Nutzer der ersten Stunde müssen sich unter anderem mit Inkompatibilitäten zu wichtigen Applikationen, instabilen Netzwerkverbindungen und Performanceproblemen herumschlagen. Mit einer Vielzahl kleinerer und größerer Updates haben die Redmonder bereits gegengesteuert.

Das anstehende Service Pack 1 soll besonders an Unternehmenskunden ein deutliches Signal senden, dass das Betriebssystem jetzt die notwendige Reife hat. Es wurde unter anderem auf Basis von Erkenntnissen entwickelt, die Microsoft aus der Fehlerberichterstattung gewonnen hat. Millionen von Produktivsystemen mit unzähligen Hard- und Softwarekombinationen liefern eine gute Datenbasis, die im klassischen Betatest nicht realisierbar ist.

Nicht immer problemlose Installation

Bei den umfangreichen Tests wurden verschiedene Testrechner verwendet: Ein normaler Desktop-Rechner mit 3,8-GHz-Pentium-4-Chip, 1,5 GByte RAM und ATI Radeon X600 und ein Lenovo-Notebook T60 mit 1,8-GHz-Core-Duo, 1,5 GByte RAM und integrierter Intel-Grafik. Der Desktop-Rechner ist Teil einer Arbeitsgruppe und läuft mit Vista Ultimate, das Notebook ist in ein Domänen-Netzwerk eingebunden und wird mit Vista Enterprise betrieben.

Die Installation des per Windows Update gelieferten Service Pack dauert auf dem Pentium 4 rund 60 Minuten. Das Setup des 700 MByte großen Standalone-Pakets auf dem Notebook nimmt dagegen fast drei Stunden in Anspruch. In beiden Fällen gibt es aber keine Probleme.

Auf einem weiteren Notebook mit Vista-Ultimate und ATI-Grafik kommt es nach dem Neustart jedoch zu einem Bluesceen, den Windows auf einen inkompatiblen Treiber zurückführt. Die Ursache ist der aktivierte Bitlocker, der auf einer weiteren Maschine zum selben Ergebnis führt.

Sichtbare Neuerungen

Auf der im Domänen-Netzwerk eingesetzten Maschine zeigen sich erste Auswirkungen des Service Pack 1 schon beim Login: Die Anmeldemaske ist sofort nach dem Drücken von STRG+ALT+ENT sichtbar. Die nervige Verzögerung von mehreren Sekunden tritt nicht mehr auf. Zudem hat sich der Bootvorgang bei beiden Rechnern um circa 15 Prozent verkürzt.

Nach dem Login steht über der Systemuhr der Schriftzug “Evalulierungskopie Build 6001″. Im System-Menü ist die Angabe v.275 zu finden, die Auskunft über die installierte Version gibt. Ansonsten muss man Änderungen mit der Lupe suchen.

In der rechten Spalte des Startmenüs fehlt der Eintrag Suchen. Das Suchfenster ist jetzt über das Suchfeld der Startmenüs erreichbar, das nach der Eingabe eines Begriffs die Option Überall suchen anzeigt. Die Änderung ist das Resultat eines Protests durch Google. Das Unternehmen sieht in der Verknüpfung der Desktop-Suche mit Vista einen unfairen Wettbewerbsvorteil. Daher ist es künftig möglich, die Lösung gegen ein konkurrierendes Modul - beispielsweise von Google oder Yahoo - auszutauschen. Microsoft hat dazu die APIs offengelegt. Derzeit gibt es aber noch keine Suchlösungen, die sich nahtlos in das OS integrieren.

Eine weitere Neuerung betrifft die Defragmentierung: Nach der Installation des Service Pack 1 lassen sich die zu sortierenden Laufwerke per Checkbox auswählen. Vorher hatte man darauf keinen Einfluss. Das Tool Wiederherstellungsdatenträger erstellen brennt eine DVD, von der sich das System auch ohne Windows-Datenträger wiederherstellen lässt.

Spürbare Neuerungen

Eines der großen Ziele des Service Pack 1 ist, die Leistung von Windows Vista zu verbessern. Der Pentium-4-Rechner mit 1,5 GByte RAM ist auch ohne Service Pack 1 recht flink. Die in den letzten Monaten bereitgestellten Patches haben die größen Performanceprobleme beim Kopieren von Dateien bereits beseitigt. Entsprechend bringt die Installation der Software auf diesem PC keine spürbaren Geschwindigkeitsvorteile. Lediglich der Bootvorgang hat sich wie oben beschrieben etwas verkürzt.

Anders sieht es dagegen auf dem im Domänen-Netzwerk eingesetzen T60 aus, dessen Bedienung trotz der letzten Patches etwas zäh ist. Mit dem Service Pack 1 verbessert sich das Antwortverhalten merklich. Auch beim Kopieren von Dateien ins Netzwerk sind Geschwindigkeitsvorteile im Bereich von fünf bis zehn Prozent zu verzeichnen. Insgesamt macht sie die gestiegene Performance also vor allem auf Rechnern in Domänen-Netzwerken bemerkbar, was besonders für Unternehen relevant ist.

Die Versprechen erhöhter Zuverlässigkeit sind kaum nachprüfbar, da Windows Vista auf den in den letzten Monaten getesteten PCs und Notebooks keine grundsätzlichen Stabilitätsprobleme ausweist. Bugs wie das abstürzende Kalender-Modul wurden bereits mit Patches adressiert. Da die Erfahrung mit einem System stark von der Hardware und den Treibern abhängt, kann man davon ausgehen, dass Microsoft aufgrund der Daten der letzten Monate im Vergleich zur Final mehr Schwachstellen beseitigt hat. Eine allgemeingültige Aussage lässt sich mit einer Hand voll Testrechnern jedoch nicht treffen.

Fazit

Wenn man sich einige Zeit mit Service-Pack-1-Maschinen beschäftigt hat, wird klar: Spektakuläres ist nicht zu erwarten. Microsoft hat lediglich einige der bereits vorhandenen Tools verfeinert und ein Werkzeug zur Erstellung von Recovery-Datenträgern integriert. Die versprochenen Geschwindigkeitssteigerungen machen sich vor allem auf PCs in Domänen-Netzwerken bemerkbar und sind dort auch willkommen. Da die Redmonder die Erfahrungen der letzten Monate mit einbezogen haben, ist davon auszugehen, dass ein Vista mit Service Pack 1 mehr Anwendern weniger Probleme macht.

Die öffentliche Beta wird wohl in den nächsten Wochen erscheinen. Die Final ist für das erste Quartal 2008 angekündigt. Da man als klassischer Einzelplatz-Nutzer wenig von der Software hat, sollte man vorerst die Finger davon lassen. Empfehlenswert ist dagegen, die Patches der letzten Monate einzuspielen.

Anmerkung

Dieser Bericht wurde aus verschiedenen Berichten zusammengestellt: beispielsweise ZDnet, Golem u.v.a.