Archive for the ‘Windows’ Category

Internet Explorer 9: Keine XP-Version

Freitag, Juni 25th, 2010

Wie schon zuvor vermutet, hat Microsoft auf der Konferenz MIX10 eine erste Vorabversion des Internet Explorer 9 vorgestellt. Auf den Seiten von Microsoft steht das Preview auch zum Download bereit. Aber das ist ein äußerst begrenzter Spaß. Wirklich viel anfangen lässt sich mit dieser ersten Version nicht. Es ist eher eine Demonstration der Technologien, die der IE9 unterstützen wird.

Der Haken an der Sache ist, dass Windows XP dabei auf der Strecke bleibt. Der Internet Explorer 9 wird die Seiten mit Hardware-Beschleunigung anzeigen, sich sogar des Grafik-Prozessors bedienen. Das kann XP aber nicht umsetzen.

Daher müssen XP-Nutzer entweder beim Internet Explorer 8 stehen bleiben oder sich eine Alternative suchen. Auswahl gibt es ja mittlerweile genug.

Spannend ist, was der IE9 technisch direkt unterstützt – ohne Plugins und Addons. Etwa das Berechnen von dreidimensional beweglichen Grafiken, das Abspielen von Videos oder Musik. Sollte sich das alles auch bei den anderen Browsern durchsetzen, werden einige Browsererweiterungen wohl aussterben.

Eine der bekanntesten Erweiterungen ist Adobe Flash. Eine der Hauptanwendungen von Flash ist das Abspielen von Videos, etwa bei YouTube. Es ginge zwar auch anders, Flash hat sich aber mittlerweile als Standard etabliert. Mit dem neu vom IE9 unterstützten HTML5 gehen Videos auch ohne Flash, direkt im Browser. Manch einem dürfte die Apple-Präsentation des iPad in den Sinn kommen. Apple setzt auf HTML5 und verzichtet ganz auf Flash. Aber wird Flash komplett von der Bildfläche verschwinden?

Bei der Adobe-Technik  gehen die Meinungen weit auseinander. Zappelnde, oft störende Bildchen werden mit Flash realisiert. Mich stören allerdings komplett in Flash umgesetzte Seiten mehr, da eine normale Naviagtion nicht möglich ist, nicht einmal der Zurück-Knopf funktioniert. Andererseits ist mit Flash mehr möglich als nur Filme und bewegte Elemente. Etwa die Flash-Spiele, die direkt im Browser funktionieren und äußerst beliebt sind.

Über das Thema Flash ließe sich noch so manche Seite schreiben. Ich warte mal ab, was passiert. Aber zunächst interessiert mich mehr, wie der neue Internet Explorer 9 denn aussehen wird und ob er mehr zu bieten hat als die Konkurrenz um Firefox und Opera.

Windows XP und 2000: Updates enden am 13. Juli

Freitag, Juni 18th, 2010

Der erweiterte Microsoft-Support für die Betriebssysteme Windows 2000 und Windows XP mit Service Pack 2 wird am 13. Juli enden. Um weiteren Support zu erhalten, müssen Nutzer auf neuere Versionen upgraden.

Microsoft unterstützt seine Produkte üblicherweise für fünf Jahre und bietet einen erweiterten Support über weitere fünf Jahre an. Dieser Zeitraum ist für die beiden Windows-Versionen bald erreicht. Laut Microsoft wird zwar auch nach dem 13. Juli ein Online-Support über Knowledge-Base-Artikel, FAQs und einige Tools bereit stehen, allerdings werden der bezahlte Support und Sicherheits-Updates mit dem Datum eingestellt.

Vor allem in Unternehmen hat Windows XP laut verschiedenen Schätzungen einen Anteil von bis zu 80 Prozent. Aber auch der Anteil an Privatnutzern ist noch immer sehr groß.

Nutzern von Windows 2000 empfiehlt das Microoft den Umstieg auf Windows 7, oder im Fall der Server-Variante das Update auf Windows Server 2003, 2008, oder 2008 R2. Um als Windows-XP-Nutzer mit Service Pack 2 weiterhin Updates zu erhalten, muss das Service Pack 3 installiert werden. Dies kann über die Windows-Update-Funktion aus dem Netz geladen werden.

Allerdings endet der Support für Windows XP Service Pack 3 voraussichtlich im April 2014. Alternativ kann auch direkt auf Windows 7 umgestiegen werden.

Windows 7 Service Pack 1: Beta startet im Juli

Freitag, Juni 18th, 2010

Bereits im März hatte Microsoft offiziell bestätigt, dass man am ersten Service Pack für Windows 7 arbeitet, nun scheint die Fertigstellung näher zu rücken: Im Juli soll die öffentliche Testphase starten.

Das SP1 stellt eine Sammlung aller bislang veröffentlichten Windows-Updates dar und wird darüber hinaus noch einige weitere Patches liefern, die bislang aber nicht genauer erklärt wurden. Wie bereits vermutet wird das Service Pack neben den vielen Verbesserungen allerdings keine neuen Funktionen liefern.

Etwas anders sieht es bei Windows Server 2008 aus: Da das Betriebssystem auf dem selben Kernel wie Windows 7 basiert, erhält es ebenfalls alle Patches, zusätzlich wird das System aber noch etwas erweitert. So sollen künftig die Virtualisierungs-Lösung Microsoft RemoteFX und Dynamic Memory, eine dynamische Verteilung von Speicherressourcen, in das Server-Betriebssystem integriert werden.

Das genaue Datum für den Beginn der Beta-Phase sowie den Zeitpunkt des finalen Release hat Microsoft bislang allerdings noch nicht bekanntgegeben.

In Windows 7 und Vista klafft ein Sicherheitsleck

Mittwoch, September 16th, 2009

Sowohl in Windows Vista als auch in Windows 7 klafft eine Sicherheitslücke im Betriebssystem, die dazu ausgenutzt werden kann, um den Rechner via Internet neu zu starten. Ermöglicht wird dies durch einen Fehler im SMB2-Protokoll, der in der Treiberdatei “srv2.sys” steckt.

Es existiert bereits ein Exploit, der dieses Leck in der Systemsicherheit ausnutzt, wie heise Security berichtet.

Um nicht selbst Opfer eines unfreiwilligen Neustart über das Internet zu werden, genügt es nach aktuellem Kenntnisstand, aus der Windows-Firewall die Ausnahme für die Datei- und Druckerfreigabe zu entfernen bzw.. den Zugriff auf Port 445 zu unterbinden.

Während Windows Vista und Windows 7 RC bei erfolgreicher Ausnutzung dieser Sicherheitslücke neustarten, zeigt sich die finale Version von Windows 7 unbeeindruckt und reagiert in keiner Weise.

Microsoft hat sich zu diesem Problem bislang noch nicht zu Wort gemeldet, sodass momentan noch keine Aussage darüber getroffen werden kann, ob und wann diese Sicherheitslücke durch einen Patch geschlossen wird.

Windows-7-Vorverkauf: Achtung, Preisfalle!

Donnerstag, September 10th, 2009

Jetzt einen Computer mit Windows Vista kaufen – und Ende Oktober 2009 gratis auf Windows 7 umsteigen? Das klingt einfach, doch es gibt etliche Hürden.

So viel kostet das Windows-7-Upgrade

Mit Windows 7 ist es wie mit Fußball in der Sommerpause: Alle warten ungeduldig darauf, dass es am 22. Oktober 2009 endlich losgeht. Damit potenzielle Computerkäufer ihren Kauf nicht bis zum Erscheinen von Windows 7 aufschieben, bieten viele Hersteller die Windows-7-Upgrade-Option: Wer jetzt einen PC oder ein Notebook mit dem Betriebssystem Windows Vista erwirbt, soll dann kostenlos eine DVD mit Windows 7 bekommen – so die Theorie. Wie es bei den wichtigsten PC-Herstellern funktioniert, hat sich COMPUTER BILD angesehen.

Worauf ist prinzipiell zu achten?

Sie müssen den Computer mit vorinstalliertem Vista zwischen dem 26. Juni 2009 und dem 31. Januar 2010 kaufen.
Auf dem Computer muss die richtige Vista-Version sein. Es gibt nur diese drei Umstiegsmöglichkeiten: von Vista Home Premium auf Windows 7 Home Premium, von Vista Business auf Windows 7 Professional, von Vista Ultimate auf Windows 7 Ultimate.

Windows-7-Gutschein: Teilnahme freiwillig

Den genauen Ablauf regeln die PC-Hersteller. Sie sind nicht verpflichtet, die Upgrade-Option anzubieten. Targa macht nicht mit, aber der Hersteller hat im Moment auch keine neuen Geräte im Angebot. Die anderen 14 Firmen bieten das Upgrade an, doch einfach machen sie es dem Kunden in der Regel nicht:

Internetbestellung: Alle Hersteller haben spezielle Internetseiten eingerichtet, über die sich Windows 7 bestellen lässt. Ärgerlich: Die Seite von Acer ist auf Englisch, erst im Laufe der Bestellung kann auf Deutsch umgestellt werden. Die Hersteller verlangen entweder einen Gutschein-Code, den der Käufer mit seinem PC erhalten hat, oder einen Kaufbeleg. Wer den nicht einscannen und dann per E-Mail-Anhang verschicken kann, muss ihn per Fax oder Post senden – bei Asus nach Taiwan!

Gebühren: Fast alle Hersteller verlangen eine Bearbeitungsgebühr – bis zu stolzen 29,95 Euro! Nur Wortmann will die DVD kostenlos verschicken (siehe Bildergalerie). Ärgerlich: Die genauen Preise sind auf den Seiten oft nur sehr schwer zu finden. Bei einigen Herstellern erfährt sie der Nutzer sogar erst, wenn er bereits einen Computer gekauft hat. Am schlimmsten war die Situation bei Dell: Auch auf Nachfrage von COMPUTER BILD konnte die Firma keinen Preis nennen. Er soll erst kurz vor dem Start von Windows 7 veröffentlicht werden. Wer jetzt bei Dell einen PC kauft, weiß also nicht mal, was ihn der Umstieg auf Windows 7 kosten wird.

Bezahlmöglichkeiten: Rund die Hälfte der Anbieter besteht auf Kreditkartenzahlung, meist per Visa oder Mastercard. Wer keine Karte hat, erhält auch kein Upgrade. Nur Medion und Fujitsu bieten Lastschrift an.

Verfügbarkeit: Wenn Windows 7 am 22. Oktober 2009 erscheint, werden „Upgrader“ meist noch warten müssen. Acer verspricht eine Lieferzeit von sieben bis zehn Geschäftstagen. Medion will die DVD im November verschicken. Samsung kündigt auf seiner Internetseite derzeit an, dass die Firma die DVDs sogar erst ab dem 1. Januar 2010 verschickt. Aber die Termine könnten sich noch ändern. Weitere Informationen zum Upgrade-Programm inklusive der Links zu den Internetseiten der Hersteller finden Sie in der Bildergalerie.

Fazit: Kaufen Sie jetzt keinen Vista-Computer!

Klare Sache: Wer Windows 7 auf seinem neuen PC oder Notebook haben will, wartet mit dem Kauf des Computers am besten bis zum Verkaufsstart am 22. Oktober 2009. Wer das absolut nicht kann, sollte im Vorfeld auf die genauen Modalitäten des Upgrades beim jeweiligen Hersteller achten. Übrigens: Microsoft bietet ab dem 22. Oktober auch das „Family Pack“ an. Damit lässt sich Windows 7 Home Premium auf drei PCs installieren. Das limitierte Angebot kostet 149,99 statt 359,97 Euro für drei einzelne Versionen.

Aktuelle Fragen zu Windows 7

Gefunden bei Computerbild

Microsoft: Windows 7 steht am 22. Oktober in den Läden

Donnerstag, Juni 4th, 2009

Partner von Microsoft erhalten Windows 7 schon im Juli 2009

Nach vielen Spekulationen hat Microsoft nun offiziell den Verkaufsstart von Windows 7 verkündet. Am 22. Oktober 2009 soll Windows 7 in den Läden stehen. Manche erhalten das neue Betriebssystem auch schon früher.

Microsoft hatte sich bislang nur darauf festgelegt, dass Windows 7 noch in diesem Jahr erscheinen soll. Microsoft-Partner Acer hatte den 23. Oktober 2009 als Termin genannt, doch laut Microsoft soll das neue Betriebssystem schon einen Tag früher, am 22. Oktober 2009, veröffentlicht werden.

Damit die Kunden nicht auf Windows 7 warten und PCs mit Windows Vista in den Regalen liegen lassen, sollen Käufer, die kurz vor dem Start von Windows 7 einen neuen PC mit Windows Vista erwerben, auf Windows 7 wechseln können. Beim Kauf eines neuen PCs mit Windows Vista Home Premium, Business oder Ultimate bekommen die Kunden eine kostenlose Upgrade-Möglichkeit auf Windows 7 - je nach Angebot der Partner können allerdings Bearbeitungskosten anfallen.

Der 22. Oktober 2009 ist der sogenannte GA-Termin, als der Tag der allgemeinen Verfügbarkeit (General Availability). Die Fertigstellung (RTM, Release to Manufacturing) von Windows 7 erfolgt logischerweise früher und so plant Microsoft seinen Partnern Windows 7 bereits in der zweiten Juli-Hälfte zur Verfügung zu stellen. Auch der Windows Server 2008 R2 soll zu dieser Zeit an Partner herausgegeben werden.

Trojaner tarnt sich als Windows 7 RC

Montag, Mai 11th, 2009

Laut einer Meldung von Trend Micro kursiert ein Windows-7-RC-Fake, das den Trojaner TROJ AGENT.NICE enthält.Das selbst entpackende Archiv soll den Windows-7-RC-Build sowie die ausführbaren Dateien Setup.exe und Codec.exe enthalten. Letztere identifizierte Trend Micro als die eigentliche Schadware, die sich automatisch installiert, wenn man das Setup ausführt.

Der momentan als wenig riskant eingestufte und als TROJ_DLOADR.TXWQ bezeichnete Trojaner infiziert die Windows-Betriebssysteme 98, ME, NT, 2000, XP und Server 2003. Er erzeugt die Datei vbruntime.tmp im Temp-Verzeichnis des angemeldeten Nutzers und tarnt sie durch Setzen des Dateidatums auf den 27. April 2003 als alte Systemdatei. Details zu Schadfunktionen sind noch nicht zu finden; dennoch stuft Trend Micro das Schadenspotenzial als “mittel” ein.

Joe Williams – als General Manager von Microsofts Abteilung Worldwide Genuine Windows Vorkämpfer gegen “Software-Piraterie” – erklärte beiläufig in einem Interview mit Microsofts Presseabteilung zu den Antipiraterie-Maßnahmen in Windows 7, dass er in den letzten Tagen bereits Berichte über gefälschte Installationspakete erhalten habe, die dazu gedacht seien, Kunden-PCs mit Malware zu infizieren. Williams betont, wie wichtig es sei, die Software aus einer vertrauenswürdigen Quelle zu beziehen.

Windows 7 RC: Opera & Mozilla erneuern ihre Kritik

Samstag, Mai 9th, 2009

Die Veröffentlichung des Windows 7 Release Candidate sorgt nun für neue Kritik an Microsofts Produktpolitik aus den Reihen der Hersteller alternativer Browser. Sowohl Mozilla, als auch Opera sehen ihre Forderungen nach mehr Wettbewerb nicht erfüllt.

Vor allem der Umstand, dass PCs die vom Anwender mit Windows 7 aktualisiert werden, nach dem Upgrade den Internet Explorer 8 von Microsoft als Standard-Browser eingestellt haben, auch wenn der Nutzer vorher vielleicht einen anderen Browser eingesetzt hat, stört die Kritiker nach Angaben der ‘Financial Times.

Für Mitchell Baker, Chefin der Mozilla Stiftung, die den freien Browser Firefox entwickelt, stellt dies einen Versuch Microsofts dar, sein Betriebssystem zur Veränderung der Marktdynamik der Browser-Nutzung zu missbrauchen. Bei ersten Tests habe sich einmal mehr gezeigt, wie Microsoft sein Windows-Monopol nutzt, um der Konkurrenz zu schaden, so Baker weiter.

Haakon Wium Lie, Technologiechef des Browserherstellers Opera unterstützte Bakers Kritik. Der Windows 7 RC habe einmal mehr die Probleme im Browser-Markt deutlich werden lassen, die dringend aus der Welt geschafft werden müssten, sagte er der Financial Times. Mozilla will unterdessen Windows 7 weiter unter die Lupe nehmen, um mögliche Wettbewerbsbehinderungen vor der Markteinführung aufzudecken.

Microsoft wies die Vorwürfe seinerseits zurück. Dem Konzern zufolge geht der Fakt, dass nach einer Aktualisierung auf den Windows 7 RC der IE8 der Standard-Browser ist, auf die empfohlene Installationsmedthode der Testversion zurück. Dies entspreche nicht dem Nutzungserlebnis, dass die meisten Anwender beim Upgrade mit der finalen Ausgabe des Vista-Nachfolgers haben werden, so der Konzern.

Microsoft wegen XP-Downgrade für Windows Vista verklagt

Dienstag, Februar 17th, 2009

Das Unternehmen soll seine Marktmacht missbrauchen, indem es einen Aufpreis für die Downgrade-Option verlangt. Amerikanische Klägerin fordert Schadenersatz und Zulassung der Klage als Sammelklage.

Die Amerikanerin Emma Alvarado hat Microsoft wegen der mit bestimmten Versionen von Windows Vista angebotenen Downgrade-Option auf Windows XP verklagt. Wie die Seattle Times berichtet, wirft die Klägerin dem Softwareunternehmen vor, seine Marktmacht zu missbrauchen, indem es für den Wechsel zum älteren Betriebssystem einen Aufpreis verlangt. Alvarado fordert Schadenersatz und die Zulassung der Klage als Sammelklage.

Im vorliegenden Fall hatte die Klägerin im Juni 2008 ein Lenovo-Notebook mit vorinstalliertem Vista Business gekauft und für die Downgrade-Option auf Windows XP Professional zusätzlich 59,25 Dollar bezahlt. “Verbraucher müssen sich mit verschiedenen bekannten Problemen von Windows Vista auseinandersetzen”, heißt es in der Klageschrift (PDF). Daher würden viele Konsumenten gerne einen PC mit vorinstalliertem Windows XP kaufen. Microsoft nutze die Nachfrage nach Windows XP aus und verlange den Kauf eines Computers mit vorinstalliertem Vista, um dann gegen eine zusätzliche Gebühr auch XP bereitzustellen.

Microsoft zufolge liege es im Ermessen der Computerhersteller, ob die Downgrade-Option angeboten und ob dafür ein Aufpreis verlangt werde. Ein Sprecher erklärte, dass Microsoft das Downgrade nicht selbst anbiete und nur das Recht zum Wechsel auf eine ältere Betriebssystemversion einräume: “Microsoft berechnet und erhält dafür keine zusätzlichen Lizenzgebühren.” Allerdings könne es sein, dass Hersteller für ein Installationsmedium oder die Installation an sich eine Gebühr verlangten.

Wie schon bei früheren Betriebssystemen hat Microsoft auch mit der Einführung von Windows Vista eine Möglichkeit geschaffen, damit Computerhersteller in einer Übergangszeit neben Vista auch ein Downgrade auf Windows XP anbieten können. Ursprünglich sollte diese Option zum 30. Juni 2008 auslaufen. Bisher hat Microsoft die Frist zweimal verlängert, zuerst auf den 31. Januar 2009 und dann auf den 31. Juli 2009.

Quelle: ZDnet

Ein erster Blick auf Windows 7

Mittwoch, Oktober 29th, 2008

Neue Taskleiste und bessere Hardwareverwaltung

Microsoft hat erstmals einen Einblick in die kommende Windows-Version gestattet. Windows 7 wird eine veränderte Taskleiste, eine bessere Hardwareverwaltung sowie erweiterte Heimnetzwerkfunktionen erhalten. Der Internet Explorer 8 wird Bestandteil von Windows und in zahlreichen Windows-Programmen wird sich die Ribbon-Oberfläche finden.

Auf Microsofts Professional Developer Conference (PDC) in Los Angeles sind die wesentlichen Neuerungen von Windows 7 vorgestellt worden. Bislang hatte sich Microsoft mit Details zum Vista-Nachfolger zurückgehalten. Teilnehmer der Veranstaltung erhalten nun die Vorabversion von Windows 7 und können sich einen Eindruck des neuen Betriebssystems verschaffenDie überarbeitete Taskleiste von Windows 7 zeigt laufende Programme als kleine Icons, so dass die einzelnen Einträge weniger Platz einnehmen. Ruht der Mauspfeil auf dem Icon, erscheinen Minibilder aller offenen Fenster der Applikation, um leicht das gesuchte Fenster zu finden. Fährt der Nutzer mit der Maus auf das Minibild, erscheint dieses im Vollformat. Als weitere kleine Revolution können die einzelnen Einträge in der Taskleiste nach Belieben umsortiert werden. Wenig überraschend wird der Internet Explorer 8 Bestandteil von Windows 7 sein. Bei der Fenstervorschau werden auch die Tabs innerhalb einer Internet-Explorer-Instanz berücksichtigt. Bei vielen offenen Browsertabs leidet dabei allerdings die Übersicht.

Zu jedem Taskeintrag können mittels Kontextmenü die zuletzt damit geöffneten Dateien aufgerufen werden. Über die Taskleiste lässt sich außerdem bequem eine Liste mit allen zuletzt aufgerufenen Applikationen öffnen, so dass oft benutzte Applikationen schnell zu erreichen sind. Als weitere Änderung erhielt der Tray-Bereich mehr Konfigurationsmöglichkeiten. So können etwa Warnhinweise unterdrückt werden, damit sie den Arbeitsfluss nicht stören. Auch die Einträge im Tray-Bereich können nun umsortiert werden.

Die Applikationen in Windows 7 erhalten außerdem die Ribbon-Oberfläche, die bereits aus dem aktuellen Office-Paket von Microsoft bekannt ist. Damit soll die Bedienung der Applikationen vereinfacht werden. Wenn Programmfenster an den Bildschirmrand geschoben werden, rasten sie dort ein. Legt man zwei Fenster auf diese Art neben- oder untereinander, werden sie automatisch in der Größe verändert, so dass sie jeweils die Hälfte des Bildschirms einnehmen. Wenn eines der Fenster wieder verschoben wird, erhält das Fenster die ursprünglichen Maße. Verschwunden ist die mit Windows Vista eingeführte Sidebar, in der Gadgets gesammelt wurden. Mit Windows 7 können Gadgets nun direkt an beliebiger Stelle auf dem Desktop abgelegt werden.

Verbesserungen gibt es auch beim Verhalten von Windows 7 im Heimnetzwerk. So sollen sich Windows-7-Systeme gegenseitig automatisch finden und Drucker sowie ähnliche Hardware im Heimnetzwerk können einfacher angesprochen werden. Zu den neuen Netzwerkfunktionen gehört auch die Ausweitung der Desktopsuche. Sie findet nun auch Daten auf Computern, die im gleichen Netzwerk angemeldet sind.

Über ein zentrales Bedienfeld namens Device Stage kann angeschlossene Hardware besser verwaltet werden. Das gilt auch für Geräte, die über das Netzwerk angebunden sind. Damit soll der Umgang mit solchen Geräten vereinfacht werden. Für den Unternehmenseinsatz hat Microsoft die Wartungsfunktionen und auch die Installation von Windows 7 auf mehreren Rechnern in einem Unternehmensnetzwerk überarbeitet.

Notebooks sollen mit Windows 7 besser auf die Nutzung an verschiedenen Arbeitsplätzen ausgerichtet sein. Ein Notebook soll automatisch Ausdrucke auf den Firmendrucker leiten, wenn es im Firmennetzwerk eingebucht ist. Daheim werden Ausdrucke an den heimischen Drucker geleitet, ohne dass der Nutzer Einstellungen verändern muss. Bisher kennt selbst Windows Vista nur einen Standarddrucker, der immer für alle Ausdrucke verwendet wird.

Zudem will Microsoft seine Windows-Live-Dienste, die bisher eher ein Nischendasein fristen, weiter vorantreiben und integriert sie in Windows 7. Lediglich der Windows Live Messenger als Nachfolger des MSN Messenger wird derzeit rege genutzt.

Bekanntermaßen verwendet Windows 7 den gleichen Kernel wie Windows Vista und Windows Server 2008. Microsoft verspricht daher, dass alle Applikationen und Treiber mit Windows 7 arbeiten, die auch mit dem Vorgänger klarkommen. Einzige Ausnahme bleibt Software, die tief ins Betriebssystem eingreift. Diese muss vom Hersteller angepasst werden. Das betrifft Sicherheitssoftware, Virenscanner, Firewall-Software oder Festplattenwerkzeuge.

Microsoft zeigte außerdem die geplante Multitouch-Unterstützung für Windows 7. Diese arbeitet demnach mit allen Windows-Applikationen, spezielle Anpassungen sind nicht erforderlich. Sobald dieser Bedienmodus aktiviert wird, werden die betreffenden Steuerelemente vergrößert, damit sie gut mit dem Finger bedient werden können. Über den Touchscreen kann der Nutzer den Mauspfeil mit dem Finger steuern und alle Bereiche der Software bedienen. Ferner wird die Updatefunktion des Vista-Nachfolgers nicht nur das Betriebssystem und Microsoft-Anwendungen auf den aktuellen Stand bringen, sondern auch Updates für Spiele installieren.

Microsoft strebt an, dass Windows 7 weniger Leistung als Windows Vista beansprucht. Das Betriebssystem soll in einer 64-Bit- und sogar in einer 32-Bit-Version erscheinen. Letztere kann allerdings die künftig üblichen 4 GByte Arbeitsspeicher in Rechnern nicht ausnutzen. Erst die 64-Bit-Variante kann von dieser Arbeitsspeicherausstattung profitieren.

Die von Microsoft gezeigte Vorabversion von Windows 7 trägt den Status Pre-Beta und richtet sich ausschließlich an Entwickler. Damit will Microsoft diesen die Möglichkeit geben, sich frühzeitig mit Windows 7 vertraut zu machen und ihre Produkte bei Bedarf an das neue Betriebssystem anzupassen. Anfang 2009 will Microsoft eine erste Beta von Windows 7 veröffentlichen. Die fertige Version soll im Januar 2010 auf den Markt kommen.

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