Firefox 3.6: Exploit für Sicherheitslücke veröffentlicht

Februar 22nd, 2010

Angriff über einen Buffer-Overflow ermöglicht Übernahme eines Rechners

Eine Schwachstelle in der aktuellen Version 3.6 des Browsers Firefox erlaubt die Übernahme eines Rechners über einen Angriff aus der Ferne. Die Mozilla-Entwickler haben bislang noch keinen Patch für die Sicherheitslücke veröffentlicht.

Der russische Sicherheitsexperte Evgeny Legerov vom Unternehmen Intevydis erklärt, der Exploit funktioniere auf Rechnern mit den Betriebssystemen Windows XP mit Service Pack 3 und Vista. Der Angriff erfolgt über einen Buffer Overflow. Mozilla-Entwickler haben die Veröffentlichung zur Kenntnis genommen, aber noch keine Stellungnahme veröffentlicht oder einen Patch in Aussicht gestellt.

Der von Legerov entwickelte Exploit wurde bereits als Modul in dem kostenpflichtigen Addon Vulndisco für das kommerzielle Exploit-Toolkit Canvas des Unternehmens Immunity eingepflegt. Das Unternehmen Secunia, das regelmäßig Informationen über 0-Day-Exploits veröffentlicht, wertet die neue Schwachstelle als kritisch.

Es wäre einer der seltenen Fälle, in denen ein 0-Day-Exploit zu Mozillas Browser Firefox vor der Veröffentlichung eines entsprechenden Patches bekanntwurde. In ihrer Stellungnahme äußern die Mozilla-Entwickler auch verhaltene Kritik an dem russischen Sicherheitsunternehmen: “Wir schätzen die Beiträge aller Sicherheitsexperten und ermutigen sie, mit uns innerhalb unseres Sicherheitsprozesses zu arbeiten. Verantwortungsvolle Veröffentlichungen von Schwachstellen sollen die höchstmögliche Sicherheit für unsere Benutzer gewährleisten.”

Quelle: Golem

Vorsicht Twilight-Fans: Gefährliches Schadprogramm stiehlt Kontodaten

November 22nd, 2009

Am 26. November ist es soweit: Millionen Twilight-Fans fiebern dem Kinostart des zweiten Teils „New Moon“ der Bestsellersaga entgegen, der nächste Woche in unsere Kinos kommt. Schon vorab konnte man Teile des Films und die Schauspieler live erleben, wie letztes Wochenende in München in der Olympiahalle. Kein Wunder also, dass viele Fans ungern bis zum offiziellen Kinostart warten wollen und stattdessen das Internet nach Informationen zum Film und zur Autorin Stephenie Meyer durchforsten.

Doch Vorsicht: PC Tools, der australische Anbieter von Sicherheitssoftware, warnt vor einem neuen Trick von Cyberkriminellen, bei dem die Twilight-Fans im Mittelpunkt stehen. Nutzer, die im Internet nach Stephenie Meyer suchen, erhalten auf 365multimedia.com ein angebliches Interview mit der Autorin und den Schauspielern als Treffer. Klickt ein Fan nun auf diesen Link, so öffnet sich ein Fenster das über eine vermeintliche Infektion mit Malware informiert und empfiehlt gefälschte Antivirensoftware herunterzuladen, um die Infektion zu beseitigen. Zusätzlich soll der Nutzer seine Kreditkarteninformationen eingeben - und hier beginnt der eigentliche Schaden: denn mit der falschen Software schleusen die Cyberkriminellen gleichzeitig Malware namens “Vampire Byte” auf den Computer, die sämtliche Kontodaten, die der Nutzer eingibt, ausspioniert und an die Online-Betrüger weiterschickt. Am Ende hat dann der Twilight-Fan immer noch kein Interview gesehen - aber der Kriminelle alle Kontoinformationen, um dem Fan finanziell zu schaden.

Nach Meinung der Experten von PC Tools ist dieser Schädling nur die Spitze des Eisbergs in Sachen Twilight-Schadsoftware. Spätestens mit dem Kinostart ist mit weiteren Bedrohungen über angebliche Twilight-Fanportale zu berechnen.

Neue Zuspitzung im Rechtsstreit zwischen Intel und AMD

Oktober 17th, 2009

Gegenseitige Vorwürfe wegen Zurückhaltung von Beweisen
Intel und AMD bezichtigen sich gegenseitig, im laufenden Wettbewerbsstreit Beweise zurückzuhalten. Beide Seiten legten ähnliche Anschuldigungen bei einem US-Gericht vor.

Intel und AMD haben sich gegenseitig beschuldigt, in dem seit Jahren laufenden Wettbewerbsverfahren Beweise zurückzuhalten. “AMD hat falsche Angaben über sein Vorgehen gemacht und versucht, Fehler vor dem Gericht und vor Intel zu verbergen”, heißt es in der Stellungnahme des weltgrößten Prozessorherstellers.

AMD legte am selben Tag ebenfalls eine Eingabe beim Bezirksgericht in Delaware vor, in der die Vorwürfe des Gegners als “haltlos zurückgewiesen wurden. Intel selbst habe Beweise nicht vorgelegt und lasse fortgesetzt Dateien verschwinden, die für das Verfahren wichtig seien.

Im Oktober 2000 hatte AMD bei der EU Beschwerde gegen Intel eingereicht, weil der Konkurrent seine marktbeherrschende Stellung bei PC-Prozessoren illegal ausnutze, um seine Marktstellung zu sichern und auf andere Geschäftsbereiche auszuweiten. Anfang 2007 empfahl die EU ein förmliches Wettbewerbsverfahren. Im Juli 2007 legte die EU ihre Vorwürfe dar: Intel habe versucht, AMD aus dem Markt zu drängen. Intel antwortete mit der Bitte um Fristverlängerungen, die EU ließ Büros von Intel in München durchsuchen. Im Juli 2008 wurden die Vorwürfe von der EU ausgeweitet.

Intel soll laut EU Serverprozessoren unter den Herstellungskosten verkauft und Serverhersteller dafür bezahlt haben, den Verkaufsstart von AMD-Produkten zu verschieben. Später behauptete die EU, Intel habe einer großen Handelskette überproportionale Rabatte gewährt, damit diese ausschließlich PCs mit Intel-Prozessoren verkaufte. Intel widersprach dieser Darstellung und forderte die Wettbewerbshüter auf, beide Anschuldigungen zurückzunehmen und die gesamten Anwaltskosten zu übernehmen.

Telekom geht gegen unerlaubte Datenweitergabe bei Vertriebspartnern vor

Oktober 16th, 2009

Mit Strafanzeigen und Abmahnungen reagiert die Telekom jetzt auf den Datenmissbrauch durch vier Vertriebspartner, die gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen und unzulässige Vertriebsmethoden angewandt haben.
Erneut sind Telekom-Kunden einer Datenpanne zum Opfer gefallen. Diesmal waren es Vertriebspartner des ehemaligen Staatsunternehmens, die unerlaubterweise Kundendaten an Drittfirmen weitergegeben haben. Aufgedeckt wurde der Missbrauch durch Kontrollen der Telekom selbst, die nach früheren Datenschutz-Skandalen dazu ein eigenes Überwachungssystem installiert hatte.
Strafanzeige und Abmahnungen der Vertriebspartner
Insgesamt vier Vertriebspartner haben demnach ohne Einwilligung der Telekom und vertragswidrig Daten von Telekom-Kunden an Call-Center zur Kundenakquise weitergegeben. Zudem hatten diese Vertriebspartner dadurch auch noch höhere Provisionen erhalten, da sie diese Aufträge nicht richtig ausgewiesen hatten. Auf die Entdeckung der Missstände hat die Deutsche Telekom unverzüglich reagiert und Strafanzeige gestellt. In einem Fall wurde die Zusammenarbeit mit einem Partnerunternehmen bereits beendet, die anderen Unternehmen erhielten Abmahnungen.
Zudem werden Vertragsstrafen gefordert
Zusätzlich fordert die Telekom von den Übeltätern entsprechende Vertragsstrafen und verlangt eine Rückzahlung der zu viel gezahlten Provisionen. Insgesamt belaufen sich die Forderungen auf rund 1,5 Millionen EUR. Das harte Vorgehen begründete der Datenschutz-Vorstand der Telekom, Manfred Balz, mit dem Versprechen seines Unternehmens an die Kunden, dass man hart gegen unseriöse Kundenwerbung vorgehen wolle. Einen Grund zur  generellen Verurteilung des indirekten Vertriebs über Partnerfirmen, sieht der Telekom-Vorstand in dem Fall jedoch nicht.

Phishing - der Bankraub des digitalen Zeitalters

Oktober 10th, 2009

Das Bundeskriminalamt schlägt Alarm: Straftaten im Internet nehmen zu! 38 000 angezeigte Fälle zählte die Behörde in vergangenen Jahr, ein Plus von elf Prozent. Die häufigste Straftat: Betrug beim Online-Banking! Das macht fast die Hälfte aller Straftaten im Netz aus.

Dieter Kempf, Präsidiumsmitglied des Branchenverbands Bitkom, rechnet mit rund 2900 Fällen von sogenanntem Phishing (Datenklau) in diesem Jahr. 50 Prozent mehr als noch 2008! Bei fünf Prozent der betroffenen Internetnutzer wurden Zugangsdaten außerdem über Viren und Würmer ausspioniert, die sich unbemerkt auf dem Rechner einnisten, die Zugangsdaten heimlich speichern und an einen Rechner der Betrüger weiterleiten.

Beim Phishing dagegen wird beispielsweise der Online-Banker über einen Link in einer Mail auf eine gefälschte Webseite gelockt. Sie sieht der Website der Bank täuschend ähnlich. Gibt der User dort seine Kontonummer, sowie PIN und TAN ein, können die Betrüger das Konto problemlos plündern.

Die durchschnittliche Schadenssumme beim Online-Banking-Betrug liegt laut BKA bei 4000 Euro pro Fall. Insgesamt entstand im letzten Jahr ein Schaden von 11,6 Millionen!

Das Problem: Immer mehr Deutsche (rund 24 Millionen Menschen) erledigen ihre Bankgeschäfte online, und damit steigt die potenzielle Opferzahl.

Was hilft gegen Bankraub im Netz?

Experten raten dringend dazu, eine Firewall und ein Anti-Viren-Programm zu nutzen und alle Updates zu installieren, um Software und Betriebssystem ständig auf dem neuesten Stand zu halten. Und: Bitte keine einfachen Passwörter wie den Namen des Partners oder Zahlenfolgen verwenden! Zu kurz, zu leicht, zu einfach zu erraten, warnen Experten. Keylogger-Programme und Viren probieren die bekanntesten Passwörter einfach so lange aus, bis sie das richtige gefunden haben.

Gegen groß angelegte Phishing-Angriffe (wie diese Woche auf Hotmail, Google Mail und Yahoo) helfen eingebauten Sicherheits-Features des Internet-Browsers – und sichere E-Mail-Systeme. Ein Pilotprojekt dazu startete am 9.Oktober in Friedrichshafen (Bodensee). Die De-Mail soll in Zukunft Internet-Post sicherer machen, indem sie Spam- und Phishing-Mails aussperrt.

Auch falsche Absender sollen unmöglich werden, die Identität der Teilnehmer wird zuvor per Ausweis überprüft, die Mail verschlüsselt versendet. So lassen sich nachträgliche Manipulationen verhindern. Der Marktstart von De-Mail ist für 2010 geplant.

Aber: Hundert Prozent Sicherheit gegen Betrüger im Netz gibt es nicht. Laut Bitkom-Angaben verzichten bereits rund ein Drittel aller Internet-Nutzer auf das Online-Banking – weil es ihnen zu unsicher ist!

Übrigens: Nach einer Spähattacke auf tausende E-Mail-Konten haben Microsoft und Yahoo laut Heise.de noch nicht alle betroffenen E-Mail-Postfächer gesperrt.

So kann man sich vor Kriminellen im Netz schützen:

WIE KANN ICH MEINEN COMPUTER SICHERER MACHEN?
Generell sollte auf jedem Computer, der zum Surfen im Internet und für Bankgeschäfte verwendet wird, ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall installiert sein. Entsprechende Programme gibt es kostenlos im Internet. Diese Programme müssen genauso wie das Betriebssystem und der Browser, der zum Betrachten von Internetseiten verwendet wird, regelmäßig aktualisiert werden. Meist lässt sich einstellen, dass dies automatisch geschieht.

WAS MUSS ICH BEIM UMGANG MIT E-MAILS BEACHTEN?
Öffnen Sie nur E-Mails von vertrauenswürdigen Absendern. Dubiose Mails von Unbekannten sind meist Spam-Mails. Nutzer sollten sie ungelesen löschen und auf keinen Fall darauf antworten, da sie oft Viren oder Programme zum Ausspähen des Computers enthalten oder verlinken. Kriminelle versuchen außerdem häufig, mit gefälschten E-Mails an die Konto- und Kreditkartendaten der Surfer zu kommen. Banken bitten Kunden NIE per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben!

SIND PROGRAMME AUS DEM INTERNET SICHER?
Hier hilft gesundes Misstrauen: Nutzer sollten auf jeden Fall darauf achten, welche Software oder Zusatzprogramme (Plug-Ins) sie installieren. Eine große Gefahr sind Schadprogramme, die in kostenlosen Software-Downloads oder Raubkopien versteckt sind. Bestehen Zweifel an der Seriosität eines Anbieters, sollte man auf Download und Installation einer Software besser verzichten.

WIE KANN ICH SICHER IM INTERNET EINKAUFEN?
Seriöse Anbieter geben sich klar zu erkennen. Sie haben ein Impressum mit kompletter Anschrift, klare Geschäftsbedingungen und einen preiswerten Telefonservice. Vertrauenswürdig sind Onlineshops, die mit den Siegeln „Trusted Shops“, „S@fer-Shopping“ oder „Geprüfter Online-Shop EHI“ ausgezeichnet sind. Zudem müssen Bankdaten über eine sichere Internetverbindung übertragen werden. Eine solche erkennt man an den Buchstaben „https://“ in der Adresszeile und einem kleinen Schloss-Symbol.

WIE KANN ICH SICHER IM INTERNET EINKAUFEN?
Seriöse Anbieter geben sich klar zu erkennen. Sie haben ein Impressum mit kompletter Anschrift, klare Geschäftsbedingungen und einen preiswerten Telefonservice. Vertrauenswürdig sind Onlineshops, die mit den Siegeln „Trusted Shops“, „S@fer-Shopping“ oder „Geprüfter Online-Shop EHI“ ausgezeichnet sind. Zudem müssen Bankdaten über eine sichere Internetverbindung übertragen werden. Eine solche erkennt man an den Buchstaben „https://“ in der Adresszeile und einem kleinen Schloss-Symbol.

WAS PASSIERT MIT DEN GESAMMELTEN DATEN?
Oft werden die Informationen für Werbung verwendet, die genau auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten ist. Die leichtsinnige Preisgabe persönlicher Daten kann aber auch finanzielle Folgen haben. So nutzen Kriminelle immer wieder Kreditkarten- und Bankverbindungsdaten, um illegal Geld vom Konto der Inhaber abzubuchen. Das ist aber auch ohne Ausspähen möglich: Es reichen die Bankverbindungsdaten, die man nur sehr vorsichtig preisgeben sollte. Zudem sind Fälle von Identitätsdiebstahl bekannt, in denen Betrüger mit geklauten Daten unter falschem Namen im Netz Geschäfte tätigen.

Gefunden bei Bild.de

Mehr Straftaten im Internet

Oktober 9th, 2009

Das Bundeskriminalamt warnt vor steigender Kriminalität im Internet. Die Täter würden immer professioneller. Erst diese Woche hatte ein Phishing-Angriff auf E-Mail-Konten für Schlagzeilen gesorgt.

Die Zahl der Straftaten im Internet ist weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr zählten die Behörden rund 38 000 Fälle, ein Plus von etwa elf Prozent, wie das Bundeskriminalamt (BKA) und der Hightech-Branchenverband Bitkom mitteilten.In den meisten Fällen nutzen Kriminelle das Internet für Betrug, wie BKA-Chef Jörg Ziercke sagte. Die Zahl der Betrugsfälle beim Online-Banking ging 2008 deutlich zurück, dieses Jahr nimmt sie allerdings wieder stark zu.

Auf Basis der Daten der Landeskriminalämter rechnet Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf für dieses Jahr mit bis zu 2900 angezeigten Phishing-Fällen. Das wäre ein Plus von rund 50 Prozent. Phishing bedeutet das Fischen nach Passworten. Fingierte E-Mails geben sich als offizielle Post etwa einer Bank aus und fordern dazu auf, sensible Daten wie PIN oder die Kontonummer anzugeben.

Elf Millionen Euro Schaden

Rund 24 Millionen Deutsche erledigen ihre Bankgeschäfte inzwischen im Internet, das sind 38 Prozent aller Bürger zwischen 16 und 74 Jahren. Laut Bitkom verzichtet aber inzwischen fast jeder dritte Internetnutzer über 14 Jahren aus Sicherheitsgründen auf Online-Banking. Die durchschnittliche Schadenssumme bei Online-Banking-Delikten liegt laut BKA bei rund 4000 Euro. Bitkom geht davon aus, dass der Gesamtschaden 2009 um 56 Prozent auf elf Millionen Euro steigen wird.

Eine Forsa-Umfrage für Bitkom ergab, dass 38 Prozent der Internetnutzer schon einmal einen Virus oder ein Schadprogramm auf dem Computer hatten. Drei Prozent erlitten dadurch einen finanziellen Schaden.

BKA und Bitkom forderten die Internetnutzer auf, höchste Anforderungen an die Sicherheit ihres Computers zu stellen und zu diesem Zweck etwa Antiviren-Programme ständig auf dem neuesten Stand zu halten. Wichtig sei es auch, keine zu einfachen Passwörter zu verwenden. So seien etwa der Name der Ehepartners oder Zahlenfolgen wie „12345“ immer noch sehr beliebt.

Windows 7 bereits bei eBay erhältlich

Oktober 8th, 2009

Alle Jahre wieder dasselbe Spiel:

Microsoft legt einen offiziellen Verkaufsstart für sein neues Betriebssystem fest und trotzdem finden zwei bis drei Wochen vor diesem Termin die ersten Lizenzen des kommenden Systems bei eBay.

Auch Windows 7 bildet da natürlich keine Ausnahme, denn einige kleinere Händler lassen sich auch durch Ermahnungen und Sanktionen von Microsoft nicht davon abhalten, das neue Betriebssystem zum überhöhten Preis an ungeduldige Anwender zu verkaufen. Wir können vom Kauf jedoch nur abraten, da der Mehrpreis von 20-50 Euro nicht gerechtfertigt ist und auch die Produktbeschreibungen in einigen Fällen recht nebulös sind: So wird teilweise lediglich der Lizenzschlüssel versteigert, was gegen die Lizenzbedingungen von Microsoft verstößt, da weder ein Echtzeits-Zertifikat vorliegt noch ein Datenträger vorhanden ist, von dem aus Windows 7 installiert werden kann.

Gedulden Sie sich also lieber noch eine Weile, bis Windows 7 am 22. Oktober 2009 offiziell in den Regalen steht und ersparen Sie sich eventuelle Scherereien und unnötige Kosten.

Neue Bundesregierung: Gema bringt sich in Stellung

Oktober 6th, 2009

Provider sollen beim Kampf gegen Internetpiraterie helfen

Zum Start der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP bringt sich die Gema in Stellung. Die Verwertungsgesellschaft drängt unter anderem auf freiwillige Vereinbarungen zwischen Providern und Rechteinhabern zur Bekämpfung von Internetpiraterie.Geht es nach der Gema, wird der Schutz des geistigen Eigentums im Regierungsprogramm fest verankert, ebenso eine angemessene Vergütung schöpferischer Leistungen in Deutschland und Europa.

Die neue Bundesregierung soll sich für die Forderungen der Verwertungsgesellschaften im Streit um einen einheitlichen europäischen Rechtsrahmen in der EU einsetzen. Die Kommission drängt auf europaweite Lizenzen, die derzeit vornehmlich territorial beschränkt vergeben werden, was den Markt aus Sicht der EU-Kommission behindert.Auf nationaler Ebene soll die neue Bundesregierung die Übergangsfrist bezüglich der Pauschalabgaben auf Geräte und Speichermedien verlängern. Der am 1. Januar 2008 in Kraft getretene zweite Korb der Urheberrechtsreform sieht vor, dass sich Verwertungsgesellschaften und Verbände der Geräte- und Speichermedienhersteller auf Tarife für die Vergütung privater Kopien einigen müssen. Um Zahlungsausfälle während der Verhandlungsphase zu verhindern, ist eine Übergangsfrist von zwei Jahren vorgesehen, in der die alten Tarife bis zur vertraglichen Vereinbarung von neuen Tarifen Anwendung finden sollten, meint die Gema.

Da die Industrieverbände dies anders sehen, drängt die Gema die neue Bundesregierung nun, die Übergangsregelungen zur präzisieren und zu verlängern.Zudem solle die Bundesregierung den vom Bundeswirtschaftsministerium initiierten Wirtschaftsdialog für mehr Kooperation bei der Bekämpfung der Internetpiraterie zur Chefsache erklären. Die Gema drängt auf freiwillige Vereinbarungen zwischen Providern und Rechteinhabern zur Bekämpfung von Internetpiraterie.

Supertrojaner wütet in Deutschland

Oktober 2nd, 2009

Forscher der Security-Firma Finjan sind einem neuen Supertrojaner auf die Spur gekommen, der es insbesondere auf die Bankdaten und das Geld seiner Opfer abgesehen hat. Dabei geht die auf dem Toolkit LuckySpoilt basierende Malware “URLzone” so gevieft vor, nur einen gewissen Prozentsatz des auf einem Konto befindlichen Vermögens zu klauen, um nicht so schnell aufzufallen. Zusätzlich klinkt sie sich beim Online-Banking in den Browser ein und zeigt falsche Kontostände an, um den User in Sicherheit zu wiegen. Der Bank-Trojaner, der im übrigen auch in anderen Web-Accounts wie PayPal, Google Mail und Facebook herumschnüffelt, besitzt Funktionen, die eigens dafür entwickelt wurden, Security-Software zu täuschen.

“Es handelt sich um einen Bank-Trojaner der nächsten Generation. Das ist Teil des neuen Trends, immer fortschrittlichere Malware zu programmieren, die für das Austricksen von Sicherheitssystemen optimiert ist”, sagt Ben Itzhak von Finjan. Auch der Sicherheitsexperte Toralv Dirro von McAfee stimmt ihm zu. “Der Trend geht eindeutig hin zu aufwändigeren Trojanern. Kriminelle Gruppen entwickeln das ganz gezielt weiter, heute arbeitet eine ganze Reihe von Trojanern so wie der Beschriebene. Man kann das als eine Art Wettrüsten zwischen den Cyberkriminellen, Banken und der Sicherheitsindustrie interpretieren”, sagt er im pressetext-Gespräch.

Zielgruppe des Trojaners waren die Kunden einiger deutscher Banken, die man vonseiten Finjans nicht nennen wollte. Insgesamt wurden mithilfe des Trojaners rund 300.000 Euro erbeutet. “Das halte ich noch für relativ wenig Beute, was wahrscheinlich an der relativ geringen Zahl der Infektionen lag. Normalerweise werden aber auch keine Informationen über die Höhe des finanziellen Schadens bekannt gegeben”, so Dirro. Die Server, von der die Malware gesteuert wurde, konnten in der Ukraine lokalisiert werden. “Das läuft über sogenannte Bulletproof-Hoster. Die gibt es weltweit. Sie sind teurer als andere Hoster und lassen ihre Kunden dafür hosten, was sie wollen. Sie behaupten, der Inhalt der Server sei Sache der Kunden und gehe sie nichts an”, sagt der Experte. Die deutschen Behörden sind informiert.

300.000 Euro erbeutet

Die Finjan-Mitarbeiter schafften es, die Kommunikation des Trojaners auf einem infizierten System abzuhören und auf diese Art den Kommandoserver aufzuspüren. Diesen hatten die Cyberkriminellen unvorsichtigerweise nicht ausreichend gesichert, wodurch die Security-Experten allerlei Daten über den Trojaner beschaffen konnten, darunter auch Statistiken zu den Infektionen. Insgesamt sollen rund 90.000 Computer die Seiten, auf denen der Schädling gehostet war, besucht haben. Davon infizierten sich 6.400 mit der Malware - eine Erfolgsquote von 7,5 Prozent. Von ein paar hundert der infizierten Computer wurde tatsächlich Geld gestohlen, insgesamt etwa 300.000 Euro. Nach 22 Tagen verschwand der Trojaner Ende August wieder - offenbar hatten die Cyberkriminellen bemerkt, dass man ihnen auf der Spur war.

Infiziert wurden die Computer auf zwei verschiedene Methoden. Zum einen erhielten Opfer E-Mails, in denen Links enthalten waren, die sie auf eine zur Verbreitung des Trojaners erstellte Website lotsten. Die zweite Möglichkeit, sich den Trojaner einzufangen, war der Besuch von durch die Malware unterwanderten Internetseiten. So oder so, der Schädling nutzte eine bekannte Sicherheitslücke in gängigen Internetbrowsern aus, um sich auf der Festplatte des Opfers einzunisten und dort bis zum Aufruf der Internetseiten der Zielbanken in eine Art Schläfermodus zu verfallen.

Startet der User Online-Banking-Dienste, wird die Malware aktiv. Sie kapert den Browser, analysiert den Kontostand, ermittelt einen Betrag, der ohne großes Aufsehen entwendet werden kann und überweist diesen auf das Konto eines Strohmanns, der einen kleinen Anteil an den erbeuteten Summen erhält. Anschließend wird der vom User beim Besuch der Banken-Website eigentlich erwartete Kontostand eingeblendet, wodurch dieser keinen Verdacht schöpft - zumindest solange er sich für seine Bankgeschäfte ausschließlich auf dem infizierten Computer anmeldet. Die Verwendung von Strohmännern scheint bei derartigen Angriffen gängige Praxis zu sein. “Diese sogenannten Mules sind ebenfalls Opfer. Das sind Leute, die auf dubiose Jobangebote als Finanzagent reinfallen. Sie werden in den meisten Fällen erwischt und wegen Geldwäsche angezeigt”, weiß Dirro. Den Hintermännern ist freilich sehr viel schwerer beizukommen.

Bestätigte Benchmarks von Core i5 “Clarkdale” in 32 nm

September 28th, 2009

Zwei Westmere-Kerne sollen Core 2 Quad schlagen

Zum Abschluss des Intel Developer Forum hat der Chiphersteller traditionsgemäß Benchmarks seiner nächsten Produktgeneration vorgelegt. Die CPUs “Clarkdale” (Desktop) und “Arrandale” (Notebook) sind deutlich schneller als die Core-2-Prozessoren. Auch die Grafikkerne, die im Chipgehäuse sitzen, wurden deutlich verbessert.

Gerade erst hat Intel mit dem Core i5/i7 mit Lynnfield-Kern die Nehalem-Architektur reif für den Massenmarkt gemacht und mit dem ersten Core i7 für Notebooks die ersten mobilen Prozessoren der Reihe vorgestellt, da steht deren Nachfolger schon in den Startlöchern. Im Falle der mobilen Core i7 (Clarkfield) ist das auch fällig, denn die CPUs mit 45 bis 55 Watt eignen sich nur für Desktop-Replacements und mobile Workstations oder Gamingnotebooks.

Erst mit 32-Nanometer-Technik, in der Clarkdale und Arrandale hergestellt werden, sollen die Prozessoren so günstig und stromsparend werden, dass sie in Businessdesktops und leichte Notebooks passen. Beide Designs gehören zur Familie “Westmere”, unter der Intel alle 32-Nanometer-Prozessoren führt.

Die schnelle Abfolge der Neuvorstellungen erklärt Intel mit der Tatsache, dass der 32-Nanometer-Prozess schneller serienreif war als geplant. Tatsächlich dürften aber eher die Verschiebungen von Clarkfield und Lynnfield wegen der Wirtschaftskrise verantwortlich sein.

Die Unterscheidung der vielen Codenamen ist nun, nachdem die Daten bestätigt wurden, auch ohne den in der Bildergalerie wiedergegebenen “Westmere Decoder Ring” etwas einfacher geworden. Die “‘Dales”, wie Intel die beiden neuen CPUs nennt, sind 32-Nanometer-Kerne, denen ein Grafikchip mit Speichercontroller in 45 Nanometern ins Gehäuse gepackt wurde. Die “‘Fields” sind 45-Nanometer-Prozessoren mit integriertem Speichercontroller.

Der Hauptgrund für die Integration der Grafik ins “Package”, nicht aber in das Die der CPU selbst ist die Senkung der Gesamtkosten für die Plattform. Wie schon beim Corei5/i7 mit Lynnfield-Kern reicht neben dem Prozessorsockel nur noch ein Chip auf dem Mainboard, denn die Chipsätze der 5er Serie bestehen nur noch aus einem Baustein.

Folglich zeigte Intel in San Francisco auch ein Mini-ITX-Board für die neue Desktopplattform “Kings Creek”. Darauf haben ein Clarkdale und der Chipsatz, zwei DDR3-Slots und sogar noch ein x16-Slot für Grafikkarten Platz. Diesen Slot kann ein PC-Hersteller aber auch durch eine Riser-Card in mehrere PCIe-Steckplätze aufteilen, um beispielsweise in einem Media-Center-PC mehrere Tunerkarten unterzubringen.

Die Medienwiedergabe ist auch einer der Punkte, die Intel bei den Dales und ihren Chipsätzen stark verbessert hat. Die Bausteine können nun zwei HD-Streams decodieren und auch ohne zusätzliche Soundkarte unkomprimierte Tonformate wie Dolby TrueHD über HDMI wiedergeben.

Die Leistungsaufnahme ist ebenfalls recht gering. Intel zeigte eine Testplattform mit dem Clarkdale-Prozessor, die mit dem Desktop von Windows Vista nur um 25 Watt aufnahm. Das im Foto zu sehende andere Messgerät hängt an einem 22-Zoll-Monitor, der rund 40 Watt brauchte. Unter Last kam der Clarkdale-PC aber auf knapp 60 Watt.

Zwei Kerne schneller als vier

Clarkdale und Arrandale sollen den Core-2-Prozessoren langfristig den Garaus machen, auch wenn die Core 2 Duo und Core 2 Quad noch lange angeboten werden dürften. Die Benchmarks, die Intel nur in normierter Form und nicht in absoluten Zahlen vorlegte, legen eine deutliche Überlegenheit der Westmere-Architektur gegenüber Core 2 nahe. Wie groß dabei der Einfluss von Hyperthreading und Turbo-Boost ist, lässt sich noch nicht abschätzen.

Intel verglich dabei einen Clarkdale mit 3,33 GHz und zwei Kernen mit dem Core 2 Duo E8500 (3,16 GHz) und dem Core 2 Quad Q9400 (2,66 GHz). Unbestätigten Angaben zufolge soll dieser Clarkdale als “Core i5-661″ auf den Markt kommen. Die beiden Core-Prozessoren wurden auch im Test der Lynnfield-CPUs von Golem.de vermessen, so dass direkte Vergleiche für interessierte Leser recht einfach sind.

In nahezu allen Tests, die in der Bildergalerie wiedergegeben sind, können die beiden Clarkdale-Kerne sogar die - allerdings deutlich niedriger getakteten - Core-2-Kerne schlagen. Beim Vergleich mit dem bei Markteinführung ähnlich günstigen E8500 mit seinen zwei Kernen mit über 3 GHz liegt der Clarkdale ebenso klar vorne.

Der Vergleich mit dem Grafikkern der GM45-Chipsätze, die allerdings von anderen Herstellern auch schon geschlagen sind, ist die integrierte Grafik der Clarkdales nach Intels Benchmarks mit 3DMark Vantage im Entry-Profil rund 50 Prozent schneller. Allerdings geben Intels Folien auch klar wieder, dass die neue Grafik nur DirectX-10 beherrscht, kein DirectX-10.1 und schon gar kein DirectX-11.

Die synthetischen Benchmarks der SPEC-CPU-Suite zeigen recht deutlich, dass zumindest die günstigeren Modelle des Core 2 nach über drei Jahren erfolgreichem Marktdasein mit dem Clarkdale obsolet werden. Im Integer-Test (SPECint_rate2006) ist der Clarkdale mit zwei Kernen fast so schnell wie der Core 2 Quad Q9400 mit vier Kernen, und im FPU-Test (SPECfp_rate2006) um über 20 Prozent schneller. Dass Intel die Werte der Clarkdales als “Schätzungen” (Est.) angibt, liegt an den Regeln der SPEC, die diese Kennzeichnung für noch nicht erhältliche Produkte fordern.

Wie weit die Westmere-Architektur gegenüber Nehalem verbessert wurde, erklärte Intel noch nicht. Der Chiphersteller wies nur darauf hin, dass in Clarkdale eine AES-Einheit sitzt, welche Verschlüsselung per Hardware mit geringer Last für die CPU-Kerne erledigen kann. Diese kam jedoch bei dem Test noch nicht zum Einsatz, Patches für Programme wie Winzip und auch den PCMark Vantage sollen jedoch folgen.

Noch im Jahr 2009 sollen Clarkdale und Arrandale auf den Markt kommen. Dann wird besonders spannend, wie weit die Preise der Core-2-Prozessoren gesenkt werden, und wie PC-Hersteller die vielen Intel-Produkte vermarkten wollen.

Gefunden bei Golem.de